Nach mehreren Brandanschlägen auf Parteibüros in Flensburg ist Anklage gegen einen 40 Jahre alten Verdächtigen erhoben worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht gegen den Mann dringender Verdacht, die Räumlichkeiten von CDU, SPD, Linken, Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) angezündet zu haben.
Die Vorwürfe richten sich damit gegen Anschläge auf Büros mehrerer im politischen Spektrum unterschiedlich ausgerichteter Parteien. Als Ereignisort wird Flensburg in Schleswig-Holstein genannt. Die Ermittlungsbehörden gehen nach den vorliegenden Angaben von politisch motivierten Brandstiftungen aus.
Mit der Anklage wird dem Verdächtigen die mutmaßliche Beteiligung an den Taten formal vorgeworfen. Über seine Schuld ist damit noch nicht entschieden. Eine gerichtliche Bewertung der Vorwürfe steht aus. Genauere Angaben zu den Tatzeitpunkten, zu möglichen Schäden, zum Motiv oder zu weiteren Einzelheiten des Verfahrens liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die betroffenen Parteien sind die CDU, die SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und der SSW. Ob bei den Bränden Menschen gefährdet oder verletzt wurden, ist bislang ebenfalls nicht bekannt. Ebenso gibt es keine Angaben dazu, ob der Beschuldigte zu den Vorwürfen Stellung genommen hat.
Das berichtete zuerst der NDR unter Berufung auf Angaben der Staatsanwaltschaft.
Kurz zusammengefasst
- Nach mehreren Brandanschlägen auf Parteibüros in Flensburg wurde ein 40-Jähriger angeklagt
- Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, Büros von CDU, SPD, Linken, Grünen und SSW angezündet zu haben
- Die Vorwürfe gelten als politisch motiviert; über die Schuld hat ein Gericht noch nicht entschieden
Kommentare (0)