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Europäische Polizeibehörden setzen Software von Oxygen Forensics aus

Polizeibehörden in mindestens drei europäischen Ländern verzichten nach einer Recherche von POLITICO vorerst auf die Nutzung von Oxygen Forensics. Hintergrund sind Vorwürfe zu geheimen russischen Eigentümern des Unternehmens.

Europäische Polizeibehörden setzen Software von Oxygen Forensics aus
Foto: Pexels · Pixabay
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Polizeibehörden in mindestens drei europäischen Ländern haben die Nutzung der Software des Forensik-Anbieters Oxygen Forensics ausgesetzt. Vorausgegangen war eine Recherche von POLITICO zu Vorwürfen, wonach hinter dem Unternehmen geheime russische Eigentümer stehen könnten.

Die Maßnahmen betreffen den Einsatz der Software durch Strafverfolgungsbehörden. Welche Länder und welche konkreten Behörden die Nutzung gestoppt haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch Angaben dazu, seit wann die Aussetzungen gelten oder ob sie dauerhaft angelegt sind, liegen bislang nicht vor.

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Der Vorgang berührt damit sowohl Fragen der Cybersicherheit als auch der nationalen Sicherheit. Polizeibehörden setzen digitale forensische Werkzeuge grundsätzlich bei der Auswertung und Sicherung elektronischer Daten ein. Zu den konkreten Funktionen der von Oxygen Forensics angebotenen Produkte, den betroffenen Verfahren oder möglichen Auswirkungen auf laufende Ermittlungen enthält die vorliegende Meldung jedoch keine näheren Angaben.

Entscheidend für die Reaktion der Behörden sind die Vorwürfe zur Eigentümerstruktur des Unternehmens. Die Angaben sind in der Meldung als Anschuldigungen beschrieben; eine abschließende Bewertung oder eine Bestätigung der behaupteten Verbindungen liegt nicht vor. Ebenso bleibt offen, ob die Behörden neben der Aussetzung weitere Prüfungen oder sicherheitsbezogene Maßnahmen eingeleitet haben.

Dass mehrere europäische Polizeibehörden ihre Nutzung aussetzen, zeigt die sicherheitspolitische Sensibilität von Software, die im Umfeld staatlicher Strafverfolgung eingesetzt wird. Eine Bewertung der technischen Risiken, der Herkunft der Produkte oder möglicher Datenzugriffe ist anhand der verfügbaren Informationen nicht möglich. Genauere Angaben zu den beteiligten Staaten, den Entscheidungen der einzelnen Behörden und den Reaktionen von Oxygen Forensics liegen bislang nicht vor.

Über die Aussetzungen berichtete zuerst POLITICO Europe.

Kurz zusammengefasst

  • Polizeibehörden in mindestens drei europäischen Ländern haben die Software von Oxygen Forensics ausgesetzt
  • Eine POLITICO-Recherche ging Vorwürfen möglicher geheimer russischer Eigentümer hinter dem Unternehmen nach
  • Welche Länder und Behörden betroffen sind und wie lange die Aussetzungen gelten, ist bislang unklar
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