Ein US-Gericht hat die Freilassung des venezolanischen Migranten Wilber Garcés abgelehnt, der von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden sein soll. Nach der Entscheidung wurde Garcés in eine Strafhaft überstellt. Genauere Angaben zum Gericht und zum weiteren Verfahrensstand liegen bislang nicht vor.
Die Anwältin von Garcés erklärte nach dem Bericht, ihr Mandant habe an der strafrechtlichen Anhörung teilgenommen, obwohl sich die Kugel weiterhin in seinem Körper befand. Bei dem Termin sei er deutlich von Schmerzen gezeichnet gewesen. Ob und wann eine medizinische Behandlung erfolgen soll, wurde in den vorliegenden Informationen nicht mitgeteilt.
Der Fall verbindet die Durchsetzung des US-Einwanderungsrechts mit einem strafrechtlichen Verfahren gegen den verletzten Migranten. Die Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass Garcés vorerst nicht freikommt, sondern in Haft bleibt. Ob gegen die Ablehnung der Freilassung weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden oder welche konkreten Vorwürfe gegen ihn erhoben werden, ist nicht bekannt.
Auch zum Hergang der Schussverletzung, zum beteiligten ICE-Beamten und zu den Umständen der Festnahme enthält die vorliegende Meldung keine weiteren Angaben. Unklar bleibt zudem, ob die Verletzung Gegenstand eigener Ermittlungen ist. Das berichtete zuerst El País América.
Kurz zusammengefasst
- Ein US-Gericht verweigerte dem verletzten venezolanischen Migranten Wilber Garcés die Freilassung
- Garcés wurde nach der Entscheidung in eine Strafhaft überstellt, während eine Kugel in seinem Körper blieb
- Seine Anwältin berichtete, dass er trotz deutlicher Schmerzen an der strafrechtlichen Anhörung teilnahm
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