Die Alpengletscher haben in diesem Jahr erneut große Eismengen verloren. In der Schweiz schmolzen nach Angaben des Schweizerischen Gletschermessnetzes Glamos rund 5,5 Prozent des gesamten Eisvolumens. Als Ursachen nennt das Messnetz den geringen Schneefall im vergangenen Winter und die ungewöhnlich starke Hitze während des Sommers.
Glamos bewertet die Entwicklung als besonders schwerwiegend für die Schweizer Gletscher. Eine dünne oder fehlende Schneedecke kann das Eis im Sommer weniger schützen. Treffen dann hohe Temperaturen auf die Gletscher, verstärkt sich der Rückgang. Wie sich die Verluste auf einzelne Gletscher verteilen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
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02.10.2026Auch in Österreich rechnen Fachleute mit erheblichen Einbußen. Konkrete Zahlen für die österreichischen Gletscher liegen in der Meldung jedoch nicht vor. Damit ist derzeit nur für die Schweiz eine bezifferte Bilanz genannt.
Nach Einschätzung von Glamos haben Alpengletscher unter Bedingungen wie in diesem Jahr langfristig keine Aussicht auf ein Fortbestehen. Die Aussage bezieht sich auf die Kombination aus anhaltendem Schneemangel und hoher sommerlicher Wärme. Genauere Angaben zu den langfristigen Folgen oder zu einzelnen Regionen wurden nicht genannt.
Die Entwicklung betrifft damit die gesamte Alpenregion, auch wenn die vorliegenden Messdaten vor allem die Schweiz erfassen. Das berichteten zuerst die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos.
Kurz zusammengefasst
- Schweizer Alpengletscher verloren dieses Jahr rund 5,5 Prozent ihres gesamten Eisvolumens
- Geringer Schneefall im Winter und ungewöhnliche Sommerhitze verstärkten den Gletscherschwund
- Auch Österreich erwartet erhebliche Einbußen, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor
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