Die russische Regierung hat der Staatsduma in Moskau den Haushaltsentwurf für einen Zeitraum von drei Jahren vorgelegt. Für 2026 sieht die Planung ein Defizit von 88 Milliarden Dollar vor. Zugleich soll ein erheblicher Teil der staatlichen Ausgaben weiterhin nicht öffentlich aufgeschlüsselt werden.
Nach den vorliegenden Angaben dürfte das Haushaltsdefizit im Jahr 2026 damit einen zentralen Punkt der Finanzplanung bilden. Weitere Einzelheiten zur erwarteten Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben gehen aus der Meldung nicht hervor. Auch Angaben dazu, welche Bereiche besonders von der finanziellen Planung betroffen sind, liegen bislang nicht vor.
Für 2027 ist vorgesehen, dass 34,9 Prozent der gesamten Haushaltsausgaben als klassifiziert eingestuft bleiben. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um einen Rekordwert. Die Größenordnung zeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der geplanten Ausgaben nicht in öffentlich zugänglicher Form ausgewiesen werden soll. Welche konkreten Etatposten darunterfallen, ist nicht bekannt.
Mit der Übergabe an die Staatsduma beginnt die parlamentarische Befassung mit dem Dreijahreshaushalt. Ob sich im weiteren Verfahren Änderungen an den vorgesehenen Zahlen ergeben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Genauere Angaben zu den Ursachen des für 2026 erwarteten Defizits sowie zur Zusammensetzung der klassifizierten Ausgaben liegen bislang ebenfalls nicht vor.
Das berichtete zuerst The Moscow Times.
Kurz zusammengefasst
- Die russische Regierung hat der Staatsduma einen Haushaltsentwurf für drei Jahre vorgelegt
- Für 2026 ist ein Defizit von 88 Milliarden Dollar vorgesehen
- 2027 sollen 34,9 Prozent der Haushaltsausgaben als klassifiziert gelten, ein Rekordwert
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