Die Deutsche Post übernimmt den Automatenbetreiber MyFlexBox und will damit ihre Position im Geschäft mit Paketstationen ausbauen. Nach der Übernahme sollen die Netze beider Unternehmen zusammengeführt werden. Zugleich plant die Deutsche Post, ihr Angebot stärker für unterschiedliche Paketdienstleister zu öffnen.
MyFlexBox betreibt Paketautomaten, an denen Sendungen abgeholt und aufgegeben werden können. Mit dem Kauf bündelt die Deutsche Post diese Infrastruktur mit ihrem eigenen Paketstationsnetz. Angaben zum Kaufpreis, zum Abschluss der Transaktion oder zu möglichen Veränderungen bei der Organisation der beiden Unternehmen liegen bislang nicht vor.
Der Schritt steht für den Versuch der Deutschen Post, das Geschäft mit automatisierter Paketabwicklung weiter auszubauen. Paketstationen ermöglichen die Zustellung und Abholung von Sendungen unabhängig von der Anwesenheit der Empfänger. Welche konkreten Auswirkungen die Zusammenlegung auf Kunden, Standorte und die beteiligten Paketdienstleister haben wird, ist derzeit nicht näher bekannt.
Nach den vorliegenden Informationen soll das künftig gebündelte Netz nicht ausschließlich auf Sendungen der Deutschen Post beschränkt bleiben. Vielmehr will der Konzern den Zugang für weitere Dienstleister erleichtern. Damit könnte die Infrastruktur von mehr Anbietern genutzt werden; genaue Bedingungen für diese Öffnung wurden jedoch nicht genannt.
Die Deutsche Post setzt mit der Übernahme auf ein größeres und offeneres Netz von Paketautomaten. Weitere Einzelheiten zu den nächsten Schritten und zum zeitlichen Ablauf liegen bislang nicht vor. Über die Übernahme berichtete zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Kurz zusammengefasst
- Die Deutsche Post übernimmt den Automatenbetreiber MyFlexBox und stärkt damit ihr Geschäft mit Paketstationen
- Die Netze von MyFlexBox und der Deutschen Post sollen zusammengeführt werden
- Das gebündelte Netz soll künftig auch für weitere Paketdienstleister geöffnet werden
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