Außenminister Wadephul hat sich bei einem Aufenthalt in Montenegro für eine baldige Erweiterung der Europäischen Union ausgesprochen. Zugleich warnte er vor einem Glaubwürdigkeitsproblem, sollte Europa seinen bisherigen Zusagen keine konkreten Schritte folgen lassen.
Nach seiner Einschätzung drohen innerhalb Europas Widerstände gegen den weiteren Ausbau der Union. In diesem Zusammenhang mahnte Wadephul, dass ein Ausbleiben von Fortschritten als Wortbruch wahrgenommen werden könnte. Genauere Angaben dazu, welche Entscheidungen oder Staaten er dabei konkret im Blick hatte, liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Die Debatte über eine EU-Erweiterung verbindet sich damit aus seiner Sicht nicht allein mit institutionellen oder politischen Fragen innerhalb der Europäischen Union. Wadephul verwies auch auf mögliche Folgen für Europas Stellung nach außen. Andere Großmächte könnten von einem Glaubwürdigkeitsverlust profitieren, wenn die EU ihre Erwartungen oder Zusagen nicht einlöse.
Seine Äußerungen machte der Außenminister in Montenegro. Das Land steht damit im Mittelpunkt der europäischen Erweiterungsdebatte, ohne dass in der vorliegenden Information konkrete Zeitpläne, Bedingungen oder weitere Verhandlungsschritte genannt werden. Offen bleibt daher, wie eine baldige Erweiterung aus Sicht der Beteiligten umgesetzt werden könnte.
Wadephuls Appell zielt vor allem auf Verlässlichkeit in der europäischen Politik. Die EU müsse aus seiner Sicht darauf achten, dass Ankündigungen und tatsächliches Handeln nicht dauerhaft auseinanderfallen. Weitere Einzelheiten zu seinen Gesprächen oder zu möglichen Reaktionen aus Montenegro und anderen europäischen Staaten sind bislang nicht bekannt.
Das berichtete zuerst WELT.
Kurz zusammengefasst
- Außenminister Wadephul fordert bei einem Aufenthalt in Montenegro eine baldige Erweiterung der Europäischen Union
- Er warnt, ausbleibende Fortschritte könnten als Wortbruch und Glaubwürdigkeitsverlust Europas wahrgenommen werden
- Wadephul sieht die Gefahr, dass andere Großmächte von einem geschwächten Ansehen der EU profitieren
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