Die finnische Polizei untersucht mehrere mutmaßliche Einbrüche in Wohnungen von Parlamentsabgeordneten im Raum Helsinki. Nach Angaben der Ermittler wurde in den vergangenen zwölf Monaten in mehreren Fällen nichts gestohlen. Dennoch seien an den betroffenen Wohnungen unauffällige Hinweise auf gewaltsames Eindringen festgestellt worden.
Ministerpräsident Petteri Orpo hält es für möglich, dass hinter den Vorfällen eine ausländische Macht stehen könnte. Damit wird neben gewöhnlicher Kriminalität auch der Verdacht einer gezielten Einflussnahme oder Ausspähung geprüft. Konkrete Belege für eine Beteiligung eines ausländischen Staates wurden bislang nicht genannt.
Die Ermittlungen betreffen mehrere Berichte von Abgeordneten über Einbrüche in ihren Wohnungen. Genauere Angaben zur Zahl der Fälle, zu den betroffenen Politikern oder zu möglichen Gemeinsamkeiten zwischen den Vorfällen liegen zunächst nicht vor. Auch ist unklar, ob die Polizei bereits einen bestimmten Verdächtigen oder eine konkrete Organisation ins Visier genommen hat.
Dass aus den Wohnungen nach bisherigem Kenntnisstand nichts entwendet wurde, gehört zu den auffälligen Umständen der Untersuchung. Die festgestellten, eher unauffälligen Spuren deuten nach den vorliegenden Informationen darauf hin, dass die Täter möglicherweise nicht auf Wertgegenstände aus waren. Ob dies tatsächlich mit dem vermuteten politischen Hintergrund zusammenhängt, ist offen.
Die finnischen Behörden haben keine weiteren Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen veröffentlicht. Die Untersuchung soll klären, ob es sich um voneinander unabhängige Einbruchsversuche oder um eine zusammenhängende Serie handelt. Ebenso bleibt zunächst offen, ob neben den Wohnungen der Abgeordneten weitere Ziele betroffen waren.
Über die Ermittlungen berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Die finnische Polizei untersucht mehrere mutmaßliche Einbrüche in Wohnungen von Abgeordneten im Raum Helsinki
- In mehreren Fällen wurde offenbar nichts gestohlen, obwohl unauffällige Spuren gewaltsamen Eindringens gefunden wurden
- Ministerpräsident Petteri Orpo schließt ausländische Einflussnahme oder Ausspähung nicht aus, konkrete Belege fehlen bislang
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