Der türkische Nachrichtendienst hat einem Bericht zufolge einen Verdächtigen festgesetzt, der mit dem tödlichen Doppelanschlag von Reyhanli im Jahr 2013 in Verbindung stehen soll. Die Person sei demnach beim Versuch festgenommen worden, nach Europa zu fliehen. Genauere Angaben zur Identität des Verdächtigen und zu den konkreten Vorwürfen liegen bislang nicht vor.
Der Anschlag ereignete sich in Reyhanli in der Provinz Hatay nahe der Grenze zu Syrien. Bei den beiden Explosionen kamen 53 Menschen ums Leben. Die Tat zählt damit zu den schwersten Anschlägen, die im Zusammenhang mit den Auswirkungen des syrischen Bürgerkriegs auf die Türkei standen.
Boliviens Generalstaatsanwalt wegen mutmaßlicher Drogenverbindungen festgenommen
02.10.2026Die nun gemeldete Festnahme betrifft den Angaben zufolge die Ermittlungen zu dem bereits Jahre zurückliegenden Angriff. Ob der Verdächtige unmittelbar an der Planung oder Durchführung der Bombenanschläge beteiligt gewesen sein soll, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch ist unklar, wann genau die Festsetzung erfolgte und welche weiteren Schritte die türkischen Behörden planen.
Der Fall macht erneut deutlich, wie stark der Konflikt im Nachbarland Syrien die Sicherheitslage in den türkischen Grenzregionen geprägt hat. Reyhanli liegt in Hatay, einer Provinz, die unmittelbar an Syrien grenzt. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen, möglichen Mitverdächtigen oder dem weiteren Verbleib der festgesetzten Person wurden zunächst nicht genannt.
Das berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Der türkische Nachrichtendienst setzte einen Verdächtigen mit dem Doppelanschlag von Reyhanli 2013 fest
- Die Person wurde laut Bericht beim Versuch festgenommen, nach Europa zu fliehen
- Bei den zwei Explosionen in Reyhanli nahe der syrischen Grenze starben 53 Menschen
Kommentare (0)