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Äthiopien und Eritrea brechen diplomatische Beziehungen ab

Im Zuge neuer Kämpfe im Norden Äthiopiens haben Addis Abeba und Eritrea ihre diplomatischen Beziehungen beendet. Beide Seiten werfen einander vor, interne Konflikte zu verschärfen.

Äthiopien und Eritrea brechen diplomatische Beziehungen ab
Foto: 12019 · Pixabay
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Äthiopien und Eritrea haben ihre diplomatischen Beziehungen beendet. Der Schritt erfolgte während anhaltender Kämpfe im Norden Äthiopiens und markiert eine weitere Verschärfung der Krise zwischen den beiden Nachbarstaaten. Beide Regierungen beschuldigen einander, innerstaatliche Konflikte zu schüren.

Die Spannungen erreichten einen neuen Höhepunkt, nachdem in der vergangenen Woche schwere Gefechte zwischen äthiopischen Streitkräften und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) ausgebrochen waren. Die Kämpfe dauern nach den vorliegenden Informationen an. Äthiopien wirft Eritrea vor, die TPLF zu unterstützen. Eritrea weist dem Bericht zufolge seinerseits Äthiopien eine Rolle bei der Verschärfung interner Konflikte zu.

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Die Entwicklung weckt Befürchtungen, dass der Norden Äthiopiens erneut in einen größeren Krieg abgleiten könnte. In der Region hatte von 2020 bis 2022 ein Bürgerkrieg stattgefunden, bei dem nach Schätzungen rund 600.000 Menschen getötet wurden. Die aktuellen Gefechte lassen daher Sorgen vor einer Rückkehr zu einem ähnlich verheerenden Konflikt aufkommen.

Die diplomatische Trennung verschärft die ohnehin angespannte Lage zusätzlich. Welche konkreten Auswirkungen der Abbruch der Beziehungen auf die politischen und sicherheitspolitischen Kontakte zwischen beiden Ländern haben wird, ist bislang nicht bekannt. Auch genauere Angaben zu den jüngsten Kampfhandlungen und zu möglichen weiteren Maßnahmen der Regierungen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Fest steht, dass der Streit zwischen Äthiopien und Eritrea inzwischen nicht mehr nur durch gegenseitige Vorwürfe, sondern auch durch eine formelle diplomatische Eskalation geprägt ist. Der Konflikt im Norden Äthiopiens entwickelt sich damit zu einer regional besonders brisanten Auseinandersetzung. Das berichtete zuerst SCMP World.

Kurz zusammengefasst

  • Äthiopien und Eritrea haben während anhaltender Kämpfe im Norden Äthiopiens ihre diplomatischen Beziehungen beendet
  • Äthiopische Streitkräfte und die TPLF liefern sich schwere Gefechte, während sich beide Regierungen gegenseitig beschuldigen
  • Die Kämpfe wecken nach dem Bürgerkrieg von 2020 bis 2022 mit rund 600.000 Toten Sorgen vor einem neuen größeren Krieg
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