Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé grundsätzlich eine Rückgabe von Firmenteilen in Russland in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür seien bestimmte Bedingungen. Welche Anforderungen konkret erfüllt werden müssten, ist bislang nicht bekannt.
Die Ankündigung steht im Zusammenhang mit der Kontrolle ausländischer Unternehmen in Russland. Der Kreml hatte russische Tochtergesellschaften westlicher Konzerne unter externe Verwaltung gestellt. Dadurch verloren die betroffenen Unternehmen zumindest vorübergehend die unmittelbare Kontrolle über ihre Geschäfte und Vermögenswerte im Land.
Nach der nun bekannt gewordenen Perspektive könnten westliche Konzerne diese Kontrolle unter bestimmten Voraussetzungen zurückerlangen. Die Aussage bezieht sich den vorliegenden Informationen zufolge auch auf Nestlé. Ob und wann eine tatsächliche Rückgabe erfolgen könnte, bleibt offen. Genauere Angaben zu den möglichen Bedingungen, zum Verfahren oder zu einem Zeitplan liegen bislang nicht vor.
Die Frage des Umgangs mit ausländischem Eigentum ist Teil der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen Russland und westlichen Staaten. Für internationale Unternehmen, die ihre Aktivitäten in Russland eingeschränkt oder beendet haben, ist dabei insbesondere unklar, unter welchen rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen sie über ihre dortigen Gesellschaften wieder verfügen könnten.
Die vorliegenden Angaben nennen keine weiteren betroffenen Unternehmen und enthalten auch keine Details zu einer konkreten Vereinbarung mit Nestlé. Fest steht lediglich, dass der Kreml eine Rückgabe ausländischer Firmenteile nicht grundsätzlich ausschließt, sie aber an Bedingungen knüpft. Das berichtete zuerst der „Tages-Anzeiger“.
Kurz zusammengefasst
- Wladimir Putin stellt Nestlé grundsätzlich die Rückgabe von Firmenteilen in Russland in Aussicht
- Die Rückgabe wäre an bislang unbekannte Bedingungen geknüpft
- Ob und wann Nestlé die Kontrolle zurückerlangen könnte, bleibt offen
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