Simbabwe plant, die Einfuhrzölle auf Lebensmittel abzuschaffen. Die Maßnahme soll die Preise im Land stabilisieren, falls das El-Niño-Wetterphänomen zu Ernteausfällen und dadurch zu Engpässen bei der Versorgung führt. Das Vorhaben gilt landesweit.
Finanzminister Mthuli Ncube kündigte den geplanten Schritt an. Nach seinen Angaben soll der Verzicht auf die Abgaben dazu beitragen, die möglichen Folgen einer schwächeren landwirtschaftlichen Produktion für die Bevölkerung abzumildern. Im Mittelpunkt steht damit die Befürchtung, dass geringere Ernten das Angebot an Lebensmitteln verringern und die Preise unter Druck setzen könnten.
Durch den Wegfall der Einfuhrzölle könnten importierte Lebensmittel nach Darstellung der Regierung preisgünstiger ins Land gelangen. Genauere Angaben dazu, welche Produkte betroffen sein sollen, in welcher Höhe die Abgaben bislang erhoben werden oder wann die Regelung in Kraft treten könnte, liegen bislang nicht vor. Auch ist nicht bekannt, wie lange die geplante Maßnahme gelten soll.
El Niño bezeichnet ein wiederkehrendes Wetterphänomen, das regionale Niederschlagsmuster und Temperaturen beeinflussen kann. In Simbabwe richtet sich der Blick deshalb auf die mögliche Entwicklung der Ernten. Ob und in welchem Umfang es tatsächlich zu Ernteausfällen oder Versorgungsengpässen kommt, ist nach den vorliegenden Informationen noch offen.
Die geplante Zollbefreiung ist als Reaktion auf mögliche Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise gedacht. Weitere Einzelheiten zur Umsetzung oder zu ergänzenden Maßnahmen nannte der Finanzminister den vorliegenden Angaben zufolge nicht.
Das berichtete zuerst Bloomberg Markets unter Berufung auf Finanzminister Mthuli Ncube.
Kurz zusammengefasst
- Simbabwe plant landesweit, Einfuhrzölle auf Lebensmittel abzuschaffen
- Die Maßnahme soll Preise stabilisieren, falls El Niño Ernteausfälle und Engpässe verursacht
- Finanzminister Mthuli Ncube kündigte den Schritt an; Zeitpunkt und Dauer sind noch offen
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