Österreich hat von Jänner bis August 2026 deutlich mehr Strom importiert als im Vergleichszeitraum zuvor. Nach Angaben von E-Control und Austrian Power Grid (APG) liegt der Nettoimport bereits nahe am Gesamtwert des Jahres 2025. Als wesentliche Ursache gilt eine schwächere Stromerzeugung aus Wasserkraft infolge der Trockenheit.
Gleichzeitig ist der Stromverbrauch in Österreich gestiegen. Damit traf eine höhere Nachfrage auf ein geringeres Angebot aus einer für das Land wichtigen Energiequelle. Die Kombination führte dazu, dass mehr Elektrizität aus dem Ausland bezogen werden musste.
Finanzaufsicht in Seoul verlangt Sicherheitsprüfungen nach Cyberangriffen
03.10.2026Besonders die Entwicklung der Wasserkraft wirkt sich auf die Strombilanz aus. Die trockenen Bedingungen verringern die verfügbare Wassermenge und damit die Möglichkeit, Strom aus Wasserkraftwerken zu erzeugen. E-Control und APG berichten deshalb für die Sommermonate von einem Einbruch bei der Erzeugung.
Wie hoch die Stromimporte im gesamten Jahr 2026 ausfallen werden, lässt sich auf Grundlage der vorliegenden Angaben noch nicht sagen. Fest steht jedoch, dass bereits nach acht Monaten nahezu das Importniveau des gesamten Jahres 2025 erreicht wurde. Genauere Angaben zu den einzelnen Importmengen sowie zu den betroffenen Wasserkraftwerken liegen bislang nicht vor.
Die Entwicklung zeigt die Bedeutung der Wasserkraft für die österreichische Stromversorgung. Veränderungen bei der Wasserverfügbarkeit können sich unmittelbar auf die heimische Erzeugung und den Bedarf an Strom aus dem Ausland auswirken. Das berichtete zuerst die Kleine Zeitung.
Kurz zusammengefasst
- Österreichs Nettoimport lag von Jänner bis August 2026 bereits nahe am Gesamtwert des Jahres 2025
- Trockenheit verringerte die Wassermenge und ließ die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Sommer einbrechen
- Ein höherer Stromverbrauch traf auf ein geringeres Angebot und erhöhte den Bedarf an Importen
Kommentare (0)