In den USA ist ein Mann wegen des mutmaßlichen Schmuggels von Computerservern nach China festgenommen worden. Nach Angaben des US-Justizministeriums sollen die Geräte einen Wert von rund 300 Millionen US-Dollar gehabt haben. Die Lieferungen seien ohne die dafür erforderlichen Genehmigungen des US-Handelsministeriums erfolgt.
Bei dem Beschuldigten handelt es sich um Greg Lui. Er soll ein Technologieunternehmen namens Earthmade Computer betrieben haben, über das die betroffenen Waren beschafft und nach China versandt wurden. Die Vorgänge sollen sich zwischen 2023 und 2024 ereignet haben.
Das US-Justizministerium beschreibt den Fall als Verstoß gegen geltende Exportkontrollen. Diese Regeln sehen für bestimmte Waren und Technologien Genehmigungen des Handelsministeriums vor, bevor sie in andere Länder ausgeführt werden dürfen. Nach der Darstellung der Behörde habe Lui die Server dennoch gekauft und nach China geschickt.
Ob es sich bei den Servern um bestimmte Modelle oder um für besondere technische Anwendungen geeignete Geräte handelte, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch zu den konkreten Vorwürfen, dem Ablauf der Festnahme und einem möglichen Gerichtsverfahren liegen zunächst keine genaueren Informationen vor. Die Angaben des Justizministeriums beziehen sich auf den mutmaßlichen Sachverhalt; über eine rechtskräftige Entscheidung ist nichts bekannt.
Der Fall fällt in eine Phase verschärfter US-Kontrollen bei der Ausfuhr bestimmter Technologien nach China. Welche konkreten Lizenzen für die Lieferungen erforderlich gewesen wären und ob Anträge dafür gestellt oder abgelehnt wurden, ist bislang nicht mitgeteilt worden. Ebenso unklar ist, an welche Empfänger in China die Server gegangen sein sollen.
Über die Festnahme und die Vorwürfe berichtete zuerst CNA World.
Kurz zusammengefasst
- Greg Lui wurde in den USA wegen mutmaßlichen Schmuggels von Computerservern nach China festgenommen
- Die Server sollen rund 300 Millionen US-Dollar wert gewesen sein und zwischen 2023 und 2024 geliefert worden sein
- Die Lieferungen erfolgten laut US-Justizministerium ohne erforderliche Genehmigungen des Handelsministeriums
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