Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor schwerwiegenden Folgen verzögerter medizinischer Hilfslieferungen in den Gazastreifen gewarnt. Angesichts des bevorstehenden Winters müsse deutlich mehr Unterstützung in das palästinensische Gebiet gelangen, erklärte die UN-Organisation am Freitag.
Nach Angaben der WHO geht es unter anderem um lebenswichtige Medikamente und Prothesen. Die Lieferungen sollen aus Israel in den Gazastreifen gebracht werden. Wiederholte Verzögerungen bei der Einfuhr dieser Hilfsgüter gefährdeten Menschen, die dringend medizinische Versorgung benötigten, erklärte die Organisation.
Die WHO verwies auf die schwierige Lage der Bevölkerung im vom Krieg geprägten Gazastreifen. Für Palästinenserinnen und Palästinenser, die auf Medikamente, Prothesen oder weitere medizinische Hilfen angewiesen sind, könnten die Verzögerungen nach Einschätzung der Organisation verheerende Folgen haben. Genauere Angaben zu den betroffenen Lieferungen, den Ursachen der Verzögerungen oder zum Umfang der benötigten Hilfen lagen in der Mitteilung nicht vor.
Mit ihrem Appell fordert die WHO einen umfassenden Zustrom humanitärer Hilfe vor dem Winter. Welche konkreten Maßnahmen dafür ergriffen werden sollen und in welchem Zeitraum die ausstehenden medizinischen Güter den Gazastreifen erreichen könnten, teilte die Organisation nicht mit.
Die Einschätzung und den Appell veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation am Freitag. Darüber berichtete zuerst UN News.
Kurz zusammengefasst
- WHO warnt vor schwerwiegenden Folgen verzögerter medizinischer Hilfslieferungen für Menschen im Gazastreifen
- Vor dem Winter fordert die UN-Organisation deutlich mehr humanitäre Unterstützung für das palästinensische Gebiet
- Betroffen sind unter anderem lebenswichtige Medikamente und Prothesen, die aus Israel geliefert werden sollen
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