Nepal will vier gefährliche Gletscherseen in großer Höhe teilweise entwässern, um das Risiko weiterer Überschwemmungen zu verringern. Die Maßnahme ist geplant, während das Land die Folgen einer jüngsten schweren Flutkatastrophe bewältigt. Nach vorliegenden Angaben kamen dabei mehr als 1.400 Menschen ums Leben.
Gletscherseen entstehen, wenn Schmelzwasser sich hinter natürlichen Dämmen aus Eis, Geröll oder anderem Gestein sammelt. Werden solche Barrieren instabil oder steigt der Wasserstand stark an, kann es zu plötzlichen Ausbrüchen und nachfolgenden Flutwellen kommen. Die geplante Absenkung der vier Seen soll den Wasserdruck reduzieren und damit die Gefahr eines solchen Ereignisses mindern.
Nepal gehört zu den Ländern mit zahlreichen hoch gelegenen Gletscherseen. Welche vier Seen konkret betroffen sind, wann die Arbeiten beginnen sollen und in welchem Umfang Wasser abgelassen werden soll, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch genauere Angaben zu den technischen Verfahren sowie zu möglichen Auswirkungen auf betroffene Regionen liegen bislang nicht vor.
Die geplante Vorsorgemaßnahme fällt in eine Phase, in der Nepal mit den Folgen der jüngsten Flut konfrontiert ist. Die Zahl von mehr als 1.400 Todesopfern unterstreicht das Ausmaß der Katastrophe. Ob die Überschwemmung in direktem Zusammenhang mit einem der nun ausgewählten Gletscherseen stand, ist nicht bekannt.
Mit der kontrollierten Entwässerung will Nepal offenbar das Risiko künftiger Überflutungen in besonders gefährdeten Gebieten begrenzen. Weitere Einzelheiten zu den betroffenen Standorten und zum Zeitplan wurden zunächst nicht genannt. Das berichtete zuerst Sky News World.
Kurz zusammengefasst
- Nepal will vier gefährliche Gletscherseen in großer Höhe teilweise entwässern, um künftige Überschwemmungen zu verhindern
- Instabile Eis- oder Gerölldämme können plötzlich brechen und Flutwellen auslösen; die Absenkung soll den Wasserdruck senken
- Die jüngste Flutkatastrophe forderte mehr als 1.400 Todesopfer; ein Zusammenhang mit den Seen ist nicht bekannt
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