Eine 28-jährige Russin ist in Ostsibirien nach einer Infektion mit dem Pest-Erreger gestorben. Nach bisherigen Angaben steht der Todesfall offenbar im Zusammenhang mit einem Laborunfall: Ein zerbrochenes Reagenzglas könnte zu ihrer Ansteckung geführt haben.
Genauere Angaben zu den Umständen des Unfalls, zum betroffenen Labor oder zum Zeitpunkt der Infektion liegen bislang nicht vor. Auch ist nicht bekannt, ob weitere Menschen dem Erreger ausgesetzt waren. Die vorliegenden Informationen nennen lediglich den möglichen Zusammenhang zwischen dem beschädigten Laborgefäß und der tödlichen Infektion.
Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht und gilt als eine der folgenschwersten Infektionskrankheiten der Geschichte. In Europa endete die Dritte Pandemie Mitte des 20. Jahrhunderts; seither gilt der Kontinent als pestfrei. Der aktuelle Fall ereignete sich nach den vorliegenden Angaben in Ostsibirien, einer Region im Osten Russlands.
Der Tod der Frau verdeutlicht, dass der Erreger trotz seiner historischen Bedeutung nicht vollständig aus der Welt verschwunden ist. Aus den verfügbaren Informationen geht jedoch nicht hervor, unter welchen Bedingungen die Laborarbeit stattfand oder ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden. Ebenso liegen keine Angaben zu möglichen behördlichen Untersuchungen vor.
Weitere Einzelheiten zu dem Fall und zu möglichen Konsequenzen des Unfalls sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst der Nachrichtensender n-tv.
Kurz zusammengefasst
- Eine 28-jährige Russin ist in Ostsibirien nach einer Infektion mit dem Pest-Erreger gestorben
- Ein zerbrochenes Reagenzglas könnte den Laborunfall und die Ansteckung verursacht haben
- Unklar ist, ob weitere Menschen dem Erreger ausgesetzt waren oder Behörden den Fall untersuchen
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