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BMW korrigiert Gewinnziel und stellt Münchner Konzernumbau auf den Prüfstand

BMW galt lange als Ausnahme in der deutschen Autokrise. Nun werden das Gewinnziel gesenkt, Modelle gestrichen und bis zu 8000 Büroarbeitsplätze infrage gestellt.

BMW korrigiert Gewinnziel und stellt Münchner Konzernumbau auf den Prüfstand
Foto: Tama66 · Pixabay
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BMW steht vor einer umfassenden Neuordnung. Der Münchner Autobauer senkt sein Gewinnziel, stellt rund 8000 Büroarbeitsplätze zur Disposition und will mehrere Modelle aus dem Programm nehmen. Zugleich soll der Konzern seine Kosten deutlich reduzieren. Damit gerät BMW stärker unter den Anpassungsdruck, der die deutsche Autoindustrie bereits seit Längerem prägt.

Lange hatte BMW innerhalb der deutschen Automobilbranche als vergleichsweise robuste Ausnahme gegolten. Das Bild eines Unternehmens, das sich der allgemeinen Krise entziehen kann, wird durch die nun angekündigten beziehungsweise eingeleiteten Maßnahmen jedoch deutlich korrigiert. Der neue Vorstandschef setzt demnach auf einen weitreichenden Sparkurs und will den Konzern strukturell neu ausrichten.

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Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst die Kosten. Die geplante Überprüfung von bis zu 8000 Stellen im Bürobereich würde einen erheblichen Einschnitt bedeuten. Aus den vorliegenden Informationen geht allerdings nicht hervor, in welchem Zeitraum die Veränderungen umgesetzt werden sollen oder wie viele Arbeitsplätze tatsächlich wegfallen könnten. Die betreffenden Stellen stehen zunächst zur Disposition.

Auch beim Modellangebot plant BMW Veränderungen. Welche Fahrzeuge gestrichen werden sollen und welche konkreten Auswirkungen dies auf die einzelnen Baureihen haben könnte, ist bislang nicht bekannt. Fest steht nach der vorliegenden Meldung, dass der Konzern sein Produktportfolio überprüfen und zugleich seine Ausgaben senken will.

Die Korrektur des Gewinnziels unterstreicht den wirtschaftlichen Druck, unter dem der Autobauer steht. Genauere Angaben zur Höhe der Anpassung liegen in den verfügbaren Informationen nicht vor. Die Entscheidung zeigt jedoch, dass BMW seine bisherige Position neu bewerten muss und die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung zurücknimmt.

Der Kurs des neuen Chefs ist dabei offenbar langfristig angelegt. Ein wesentlicher Teil seines Plans dürfte seine Wirkung erst nach mehreren Jahren entfalten. Das erhöht den Druck auf die Umsetzung: Die Belastungen durch Stellenprüfungen, Modellstreichungen und Kostensenkungen sind kurzfristig sichtbar, während mögliche Vorteile des Umbaus erst später eintreten würden. Ob die Maßnahmen rechtzeitig greifen, bleibt damit offen.

Für BMW markiert die Entwicklung einen deutlichen Wechsel in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Konzern gilt nicht mehr uneingeschränkt als Sonderfall innerhalb der deutschen Autokrise. Stattdessen muss sich das Unternehmen nun ebenfalls mit sinkenden Gewinnerwartungen, einem möglichen Abbau von Büroarbeitsplätzen und einer grundlegenden Überarbeitung seines Angebots auseinandersetzen.

Weitere Einzelheiten zu den geplanten Einsparungen, zum Umfang der Modellstreichungen und zum zeitlichen Ablauf des Umbaus sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst die WELT.

Kurz zusammengefasst

  • BMW senkt sein Gewinnziel und reagiert damit auf wachsenden wirtschaftlichen Druck
  • Bis zu 8000 Büroarbeitsplätze stehen zur Disposition; Zeitraum und tatsächlicher Abbau sind noch offen
  • Der Konzern will mehrere Modelle streichen und seine Kosten deutlich senken; Details zum Portfolio fehlen
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