Die Freigabe staatlicher Reserven dürfte die Spritpreise in Deutschland nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft allenfalls vorübergehend senken. Zwar geht es um knapp 16 Milliarden Liter Rohöl und Diesel, eine nachhaltige Entlastung der Verbraucher an den Tankstellen sei davon jedoch nicht zu erwarten.
Damit setzt das Institut die Wirkung der Maßnahme in ein begrenztes Verhältnis zu den aktuellen Preisentwicklungen. Die zusätzlichen Mengen könnten demnach kurzfristig für etwas niedrigere Preise sorgen. Ein dauerhafter Rückgang lasse sich daraus voraussichtlich nicht ableiten.
Die Reserven umfassen sowohl Rohöl als auch Diesel. Weitere Angaben dazu, wann die Freigabe erfolgen soll, wie die Mengen verteilt werden könnten oder in welchem Umfang die Preise konkret sinken würden, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch ist nicht angegeben, wie lange ein möglicher Effekt anhalten könnte.
Für Autofahrer bedeutet die Einschätzung des Instituts, dass eine Entlastung an den Tankstellen – sofern sie eintritt – zeitlich begrenzt bleiben dürfte. Die Freigabe der Vorräte würde nach dieser Bewertung somit keinen grundlegenden oder nachhaltigen Wandel bei den Spritpreisen bewirken.
Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt insgesamt vor einer überschätzten Wirkung der Maßnahme. Die bereitgestellten Mengen könnten den Preisdruck demnach nur in begrenztem Umfang und für kurze Zeit dämpfen. Genauere Angaben zu den zugrunde liegenden Preisannahmen liegen bislang nicht vor.
Über die mögliche Freigabe der Reserven und die Einschätzung zu ihrer Wirkung berichtete zuerst Spiegel Online.
Kurz zusammengefasst
- Die Freigabe staatlicher Ölreserven dürfte die Spritpreise laut IW allenfalls kurzfristig senken
- Die Reserven umfassen knapp 16 Milliarden Liter Rohöl und Diesel
- Details zu Zeitpunkt, Verteilung und möglichem Umfang der Preissenkung liegen bislang nicht vor
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