Die iranische Schauspielerin Elnas Schakerdust ist wegen ihrer Äußerungen zu Demonstranten, die bei regierungskritischen Protesten im Jänner getötet wurden, zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation HRANA wurde das Urteil in der Berufung bestätigt.
Mit der Haftstrafe ist demnach ein weiteres Strafmaß verbunden: Schakerdust soll für zwei Jahre daran gehindert werden, politische, künstlerische und Onlineaktivitäten auszuüben. Genauere Angaben zu den konkreten Äußerungen, dem Urteilsspruch oder einem möglichen Zeitpunkt des Haftantritts liegen bislang nicht vor.
Die Verurteilung steht im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Iran und dem öffentlichen Umgang mit Aussagen über dabei getötete Demonstranten. HRANA machte den Fall öffentlich und verwies auf die Bestätigung der Strafe im Berufungsverfahren. Weitere Einzelheiten zum Ablauf des Verfahrens oder zu den Vorwürfen wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Für Schakerdust bedeutet die Entscheidung neben der Freiheitsstrafe auch eine zeitlich begrenzte Einschränkung ihrer beruflichen und öffentlichen Tätigkeit. Das zweijährige Verbot betrifft nach Angaben der Organisation nicht nur politische Aktivitäten, sondern auch künstlerische Arbeit und Aktivitäten im Internet.
Das berichteten zuerst die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf Angaben von HRANA.
Kurz zusammengefasst
- Die iranische Schauspielerin Elnas Schakerdust wurde wegen Äußerungen zu getöteten Demonstranten zu einem Jahr Haft verurteilt
- Nach Angaben von HRANA bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil
- Zusätzlich darf Schakerdust zwei Jahre lang politisch, künstlerisch und online nicht aktiv sein
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