China hat wenige Tage vor geplanten Handelsgesprächen mit der Europäischen Union eine Anti-Dumping-Untersuchung eingeleitet. Der Schritt erhöht den wirtschaftspolitischen Druck auf die Gespräche in Peking. Genauere Angaben dazu, welche Waren oder Unternehmen von der Untersuchung betroffen sind, liegen bislang nicht vor.
Die EU verzeichnet im Handel mit China nach den vorliegenden Angaben ein Defizit von rund einer Milliarde Euro pro Tag. Zugleich hat Brüssel die Zahl seiner eigenen handelspolitischen Untersuchungen nahezu verdreifacht. Damit verschärft sich der Konflikt über die Bedingungen des bilateralen Handels, ohne dass bislang konkrete Ergebnisse der anstehenden Gespräche bekannt sind.
Rechtsstreit in London setzt Regeln des globalen Goldmarkts unter Druck
04.10.2026Die Europäische Union hat China dem Bericht zufolge gewarnt, dass härtere Maßnahmen folgen könnten, sollte Peking keine konkreten Angebote vorlegen. Welche Schritte damit gemeint sind, wurde in den vorliegenden Informationen nicht näher erläutert. Auch ist offen, wie sich die chinesische Untersuchung auf den Verlauf oder die Ergebnisse der Gespräche auswirken wird.
Anti-Dumping-Verfahren dienen grundsätzlich dazu, mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch Waren zu prüfen, die auf einem ausländischen Markt zu Preisen unterhalb ihres üblichen Wertes angeboten werden. Ob die chinesische Untersuchung diesen Vorwurf im konkreten Fall bestätigt oder zu weiteren Maßnahmen führt, ist derzeit offen.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der beide Seiten ihre Handelsbeziehungen stärker überprüfen. Weitere Einzelheiten zum Verfahren und zu den geplanten Gesprächen sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst Euronews.
Kurz zusammengefasst
- China hat wenige Tage vor geplanten Handelsgesprächen mit der EU eine Anti-Dumping-Untersuchung eingeleitet
- Welche Waren oder Unternehmen betroffen sind, ist bislang nicht bekannt
- Die EU droht mit härteren Maßnahmen, falls China keine konkreten Angebote vorlegt
Kommentare (0)