Laute Explosionen haben am Samstag die jemenitische Hauptstadt Sanaa erschüttert. Huthinahe Medien machten dafür Saudi-Arabien verantwortlich und sprachen von einer saudischen Aggression. Unabhängige Angaben zu möglichen Angriffen, Schäden oder Opfern liegen zunächst nicht vor.
Sanaa wird von den Huthi kontrolliert, einer vom Iran unterstützten Rebellengruppe. Die Berichte über die Detonationen wurden von mit den Huthi verbundenen Medien verbreitet. Daraus geht hervor, dass die Gruppe Saudi-Arabien für das Geschehen verantwortlich macht. Ob tatsächlich saudische Luftangriffe stattgefunden haben, war zunächst nicht unabhängig bestätigt.
Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit einer erneuten Verschärfung der Kämpfe zwischen den Huthi und Saudi-Arabien. Nach Angaben von France 24 beschuldigten die Huthi Saudi-Arabien bereits Anfang der Woche, Sanaa bombardiert zu haben. Es wäre demnach der erste von der Gruppe behauptete saudische Angriff auf die Hauptstadt, seit die Kämpfe zwischen beiden Seiten im Juli wieder aufgeflammt waren.
Weitere Einzelheiten zu den jüngsten Explosionen sind bislang nicht bekannt. Unklar ist insbesondere, welche Ziele möglicherweise betroffen waren und ob es Verletzte oder Sachschäden gab. Auch liegen keine Angaben dazu vor, ob Saudi-Arabien die Vorwürfe zurückgewiesen oder sich zu den Explosionen geäußert hat.
Die Entwicklung deutet auf eine weitere Belastung der Sicherheitslage im Jemen hin. Eine verlässliche Bewertung des Vorfalls ist wegen der begrenzten und bislang überwiegend konfliktbezogenen Berichte jedoch noch nicht möglich. Über die Explosionen und die Anschuldigungen berichtete zuerst France 24 English.
Kurz zusammengefasst
- Laute Explosionen erschütterten am Samstag die von den Huthi kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa
- Huthinahe Medien machten Saudi-Arabien verantwortlich, doch unabhängige Bestätigungen für Luftangriffe fehlen
- Unklar blieb, ob es Verletzte, Schäden oder betroffene Ziele gab
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