Nach dem US-Krieg gegen Iran haben sich nach Einschätzung von Experten neue Risiken für jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa und Nordamerika ergeben. Demnach könnten lokale Kriminelle oder gesellschaftlich ausgegrenzte junge Männer anonym für kleinere Angriffe angeworben werden. Ein britischer Militärstützpunkt wäre in diesem Zusammenhang ein besonders ambitioniertes Ziel.
Bei dem beschriebenen Vorgehen würden die mutmaßlichen Auftraggeber nicht selbst in Erscheinung treten. Stattdessen könnten sie Personen vor Ort für einzelne Aktionen gewinnen und diese über eine anonyme Beauftragung steuern. Der Ausdruck „Gig-Economy“-Kriegsführung verweist dabei auf ein Vorgehen, bei dem kurzfristig angeworbene Akteure einzelne Aufträge übernehmen, ohne zwingend Teil einer dauerhaft erkennbaren Organisation zu sein.
Als mögliche Ziele werden jüdische sowie amerikanische Einrichtungen in Europa und Nordamerika genannt. Die vorliegenden Angaben beschreiben dabei keine einzelne Tat und nennen weder einen konkreten Ort noch einen Zeitpunkt. Auch genauere Informationen zu den möglichen Auftraggebern, zum Umfang der Aktivitäten oder zu den Sicherheitsmaßnahmen an den betroffenen Einrichtungen liegen bislang nicht vor.
Die Einschätzung der Experten stellt die Angriffe in den Zusammenhang mit dem US-Krieg gegen Iran. Sie deutet darauf hin, dass die Folgen des Konflikts nicht auf das unmittelbare Kriegsgebiet beschränkt bleiben könnten. Statt offener und groß angelegter Operationen stehen in der beschriebenen Form kleinere Attacken im Vordergrund, die von lokal angeworbenen Personen ausgeführt werden könnten.
Für Großbritannien wird ein Militärstützpunkt als besonders anspruchsvolles mögliches Ziel bezeichnet. Ob es konkrete Hinweise auf einen geplanten Angriff auf eine bestimmte britische Einrichtung gibt, geht aus den vorliegenden Informationen jedoch nicht hervor. Ebenso bleibt offen, wie viele Vorfälle bereits stattgefunden haben und ob sie miteinander in Verbindung stehen.
Die Angaben stammen aus einer Meldung der New York Times World.
Kurz zusammengefasst
- Experten sehen nach dem US-Krieg gegen Iran neue Risiken für jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa und Nordamerika
- Lokale Kriminelle oder ausgegrenzte junge Männer könnten anonym für kleinere Angriffe angeworben werden
- Ein britischer Militärstützpunkt gilt als besonders anspruchsvolles mögliches Ziel, konkrete Pläne sind aber nicht bekannt
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