An der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab im Jemen gibt es widersprüchliche Angaben zum Verlauf der Kämpfe. Ein Sprecher der jemenitischen Regierungstruppen erklärte, Einheiten hätten Erfolge erzielt und Hunderte Kämpfer der Huthi-Miliz eingekesselt. Die von den Huthi kontrollierte Nachrichtenagentur Saba dementierte diese Berichte.
Damit stehen sich Darstellungen der Konfliktparteien gegenüber, die sich zum aktuellen Geschehen in dem Gebiet deutlich unterscheiden. Die Regierungstruppen sprechen von einer erfolgreichen Entwicklung ihrer Operationen. Nähere Angaben dazu, wann und unter welchen Umständen die Kämpfer eingekesselt worden sein sollen, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die Meerenge Bab al-Mandab liegt vor der jemenitischen Küste und gilt als strategisch bedeutsamer Seeweg. Die aktuellen Meldungen beziehen sich auf die Lage in diesem Gebiet, konkrete Angaben zu weiteren militärischen Bewegungen, möglichen Opfern oder Schäden wurden jedoch nicht genannt.
Auch zur unabhängigen Überprüfung der Darstellungen gibt es bislang keine Informationen. Die abweichende Stellungnahme der Huthi-nahen Nachrichtenagentur macht eine eindeutige Einschätzung des Verlaufs der Kämpfe derzeit schwierig. Ob sich die Angaben der Regierungstruppen bestätigen lassen oder wie die Huthi ihre Zurückweisung begründen, bleibt offen.
Das berichtete zuerst die Süddeutsche Zeitung.
Kurz zusammengefasst
- Jemenitische Regierungstruppen melden Erfolge und die Einkesselung Hunderter Huthi-Kämpfer an der Meerenge Bab al-Mandab
- Die von den Huthi kontrollierte Nachrichtenagentur Saba weist diese Darstellung zurück
- Unabhängige Bestätigungen sowie Angaben zu Opfern, Schäden oder weiteren Militärbewegungen liegen bislang nicht vor
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