Die zunehmende Trockenheit erreicht offenbar auch die hoch gelegenen Wälder der Alpen. Forschende aus der Schweiz beobachten, dass in Höhen von mehr als 2000 Metern inzwischen Bäume absterben. Besonders betroffen sind die großen, dominanten Bäume eines Bestands. Ihr Verlust kann die Struktur ganzer Alpenwälder verändern und den natürlichen Schutz vor Lawinen beeinträchtigen.
Dass Dürreperioden den Wäldern in tieferen Lagen zusetzen, ist seit Längerem bekannt. Die aktuellen Beobachtungen zeigen jedoch, dass die Belastung nicht auf diese Regionen begrenzt bleibt. Auch Wälder in Gipfelnähe geraten demnach unter Druck. Genauere Angaben zum Ausmaß der betroffenen Flächen oder zu den untersuchten Baumarten liegen bislang nicht vor.
Die besonders großen Bäume prägen das Erscheinungsbild und die Zusammensetzung von Waldbeständen. Wenn sie absterben, verändert sich dadurch nicht nur die Zahl der Bäume, sondern auch die Struktur des gesamten Waldes. Welche langfristigen Folgen die Entwicklung für die betroffenen Bestände haben wird, lässt sich auf Grundlage der vorliegenden Informationen noch nicht abschließend beurteilen.
Alpenwälder erfüllen zudem eine wichtige Schutzfunktion. Sie können unter anderem dazu beitragen, die Ausbreitung von Lawinen zu bremsen. Wenn in hoch gelegenen Regionen zunehmend Bäume verloren gehen, könnte dieser Schutz nachlassen. Ob und in welchem Umfang sich die Gefahr dadurch konkret verändert, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Die Beobachtungen aus der Schweiz verdeutlichen, dass die Auswirkungen von Trockenheit inzwischen auch Lebensräume erreichen, die lange als weniger anfällig galten. Der Wandel betrifft damit nicht nur die tiefer gelegenen Wälder, sondern möglicherweise ganze Waldgesellschaften entlang der Höhenlagen. Das berichtete zuerst n-tv.
Kurz zusammengefasst
- Trockenheit erreicht hoch gelegene Alpenwälder; über 2000 Meter sterben laut Schweizer Forschenden Bäume ab
- Besonders große, dominante Bäume sind betroffen; ihr Verlust kann die Struktur ganzer Wälder verändern
- Weniger Bäume könnten den Lawinenschutz schwächen; Ausmaß und konkrete Folgen sind bislang unklar
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