Nach einem Cyberangriff auf einen Buchungsdienstleister in Mecklenburg-Vorpommern sind Gästedaten gestohlen worden. Der Landesbeauftragte für Datenschutz warnt deshalb vor Phishing-Versuchen, bei denen Kriminelle die erbeuteten Informationen nutzen könnten, um betroffene Hotelgäste gezielt anzuschreiben oder anzurufen.
Betroffen sind nach den vorliegenden Angaben Hotels in Mecklenburg-Vorpommern beziehungsweise deren Buchungsdaten. Welche konkreten persönlichen Angaben abgegriffen wurden, wie viele Gäste betroffen sind und wann der Angriff stattgefunden hat, ist bislang nicht bekannt. Auch genauere Angaben zu dem betroffenen Dienstleister liegen nicht vor.
Die Warnung richtet sich insbesondere an Menschen, die in den betroffenen Hotels gebucht haben. Sie sollten bei Nachrichten oder Anrufen, die sich auf eine Hotelreservierung beziehen, besonders aufmerksam sein. Phishing-Versuche zielen häufig darauf ab, weitere sensible Daten, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen zu erlangen. Ob bereits konkrete Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Angriff bekannt sind, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Der Vorfall zeigt, dass ein Angriff auf einen technischen Dienstleister auch Auswirkungen auf die Kunden angeschlossener Unternehmen haben kann. Für die betroffenen Hotels und ihre Gäste ist derzeit vor allem entscheidend, welche Daten tatsächlich offengelegt wurden. Genauere Informationen dazu liegen bislang nicht vor.
Über den Cyberangriff und die Warnung des Datenschutzbeauftragten berichtete zuerst der NDR.
Kurz zusammengefasst
- Nach einem Cyberangriff auf einen Buchungsdienstleister in Mecklenburg-Vorpommern wurden Gästedaten gestohlen
- Der Datenschutzbeauftragte warnt Hotelgäste vor gezielten Phishing-Nachrichten und Anrufen mit Bezug zu Reservierungen
- Unklar ist bislang, welche Daten abgegriffen wurden, wie viele Gäste betroffen sind und wann der Angriff erfolgte
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