Hamburg wird seit August von einer Serie von Schusswaffenfällen beschäftigt. In insgesamt neun Fällen fielen Schüsse. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist bislang offen. Ermittler prüfen deshalb mögliche Verbindungen in das kriminelle Milieu und haben eine Sonderkommission eingerichtet.
Die Gewaltserie umfasst nach den vorliegenden Angaben Schüsse, den Einsatz von Handgranaten und Todesfälle. Genauere Angaben zu den einzelnen Ereignissen, zu möglichen Opfern oder zu Tatverdächtigen liegen bislang nicht vor. Auch ist derzeit nicht bestätigt, dass sämtliche Fälle auf eine gemeinsame Ursache oder dieselben Beteiligten zurückgehen.
Mit der Einrichtung der Sonderkommission sollen die Ermittlungen gebündelt und mögliche Zusammenhänge geprüft werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Spuren, die in das kriminelle Milieu führen könnten. Welche konkreten Hinweise die Ermittler bislang gesichert haben, ist nicht bekannt.
Die Entwicklung hat politische Forderungen nach einem entschlosseneren Vorgehen ausgelöst. Die Gewerkschaft der Polizei und die CDU verlangen mehr Kontrolldruck. Damit reagieren sie auf die wiederholten Schusswaffenfälle und die damit verbundene Sorge vor einer weiteren Eskalation der Gewalt in Hamburg.
Ob die Serie bereits beendet ist oder ob weitere Taten hinzukommen könnten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob es bereits Festnahmen oder konkrete Ermittlungserfolge gegeben hat. Die Frage eines möglichen gemeinsamen Tatmotivs bleibt damit ebenfalls ungeklärt.
Das berichtete zuerst die WELT.
Kurz zusammengefasst
- Seit August wurden in Hamburg neun Schusswaffenfälle registriert, deren Zusammenhang bislang offen ist
- Eine Sonderkommission prüft mögliche Verbindungen der Taten ins kriminelle Milieu
- Gewerkschaft der Polizei und CDU fordern wegen der Gewaltserie mehr Kontrolldruck
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