Nach dem bislang tödlichsten iranischen Angriff auf US-Truppen in dem Konflikt erheben schwer verwundete amerikanische Soldaten Vorwürfe gegen ihre militärische Führung und das medizinische Versorgungssystem. Bei dem Drohnenangriff auf den US-Stützpunkt Port Shuaiba in Kuwait wurden am 1. März sechs Soldaten getötet. Mehrere Überlebende äußerten sich nun erstmals öffentlich zu ihren Erfahrungen.
Im Mittelpunkt ihrer Schilderungen steht die Frage, ob die militärische Führung die Gefahr durch den iranischen Drohnenangriff unterschätzt hatte. Die Verwundeten sehen zudem Mängel in der Versorgung nach dem Angriff. Genauere Angaben dazu, welche Entscheidungen der Kommandeure oder welche Abläufe im medizinischen System konkret beanstandet werden, liegen bislang nicht vor.
Das US-Verteidigungsministerium hat zu dem Angriff bisher nur wenige Einzelheiten veröffentlicht. Bekannt ist, dass die Attacke am 1. März erfolgte – einen Tag nachdem die Vereinigten Staaten und Israel den Krieg gegen Iran begonnen hatten. Der Konflikt dauert den vorliegenden Angaben zufolge inzwischen seit acht Monaten an.
Für die betroffenen Soldaten geht es damit neben der Aufarbeitung des Angriffs auch um die Frage, ob sie durch bessere Schutzmaßnahmen hätten geschützt werden können und ob sie nach ihrer Verwundung ausreichend betreut wurden. Ihre öffentlichen Aussagen werfen zugleich ein Schlaglicht auf den Umgang des US-Militärs mit den Folgen des Angriffs. Eine umfassende offizielle Darstellung der Ereignisse liegt bislang nicht vor.
Das berichtete zuerst Arab News unter Berufung auf einen Bericht der Nachrichtenagentur AP.
Kurz zusammengefasst
- Bei einem iranischen Drohnenangriff auf den US-Stützpunkt Port Shuaiba in Kuwait starben am 1. März sechs Soldaten
- Schwer verwundete US-Soldaten werfen der militärischen Führung vor, die Gefahr unterschätzt zu haben
- Die Überlebenden kritisieren zudem Mängel bei der medizinischen Versorgung nach dem Angriff
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