Die britischen Konservativen wollen ein neues Luft- und Raketenabwehrsystem für das Vereinigte Königreich entwickeln. Das geplante Programm soll „Britannia Shield“ heißen und sich am israelischen „Iron Dome“ orientieren. Nach den Plänen der Partei würde es rund zehn Milliarden Pfund kosten.
Vorgestellt werden soll das Vorhaben bei einem Parteitag am Dienstag. Die Konservativen bezeichnen es als eines der bedeutendsten militärischen Programme des Landes seit dem Ende des Kalten Krieges. Mit dem Projekt reagieren sie nach eigener Darstellung auf die Notwendigkeit, Großbritannien besser gegen mögliche Angriffe aus der Luft zu schützen.
Der verteidigungspolitische Sprecher der Oppositionspartei, James Cartlidge, will für zusätzliche Investitionen in moderne Radarsysteme und Abfangraketen werben. Diese Technologien sollen dabei helfen, Bedrohungen aus der Luft frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Genauere Angaben zur technischen Ausgestaltung, zum Zeitplan oder zur Finanzierung des Programms liegen bislang nicht vor.
Das Vorhaben ist zunächst ein Vorschlag der Konservativen. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob die britische Regierung die Pläne unterstützt oder ob bereits konkrete Entscheidungen zur Umsetzung getroffen wurden. Auch ist offen, welche Reichweite und welchen genauen Schutzumfang das geplante System haben soll.
Mit dem Verweis auf Israels „Iron Dome“ stellen die Konservativen ihr Konzept in den Zusammenhang bestehender Luftverteidigungssysteme. Ihr Vorschlag sieht nach den bisher bekannten Angaben sowohl eine Verstärkung der Aufklärung durch Radar als auch den Einsatz von Abfangraketen vor. Weitere Einzelheiten sollen offenbar bei der angekündigten Vorstellung auf dem Parteitag genannt werden.
Das berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Die britischen Konservativen planen das Luft- und Raketenabwehrsystem „Britannia Shield“ für rund zehn Milliarden Pfund
- Das Programm soll sich am israelischen „Iron Dome“ orientieren und Radar sowie Abfangraketen verstärken
- Das Vorhaben wird am Dienstag bei einem Parteitag vorgestellt; technische Details, Finanzierung und Zeitplan sind offen
Kommentare (0)