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Quebecs Separisten kündigen Referendum über Unabhängigkeit an

Nach ihrem Sieg bei den Regionalwahlen in Quebec wollen die Separatisten ein Unabhängigkeitsreferendum auf den Weg bringen. Eine Mehrheit verfehlten sie jedoch. Kanadas Premier Carney signalisiert Zusammenarbeit.

Quebecs Separisten kündigen Referendum über Unabhängigkeit an
Foto: Mikhail Nilov · Pexels
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Die Separatisten haben nach ihrem Erfolg bei den Regionalwahlen in Quebec ein Referendum über die Unabhängigkeit der kanadischen Provinz angekündigt. Für eine Mehrheit reichte das Wahlergebnis nach vorliegenden Informationen jedoch nicht aus. Damit steht die künftige Regierung vor der Aufgabe, ihre politischen Vorhaben ohne vollständige parlamentarische Dominanz umzusetzen.

Quebec ist innerhalb Kanadas seit Langem von Debatten über seine politische und gesellschaftliche Eigenständigkeit geprägt. Mit dem Wahlsieg der separatistischen Kräfte erhält die Forderung nach einer Loslösung von Kanada nun erneut besonderes Gewicht. Wann ein Referendum stattfinden soll und wie die Abstimmung konkret vorbereitet werden könnte, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

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Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte an, mit der künftigen separatistischen Regierung in Quebec zusammenarbeiten zu wollen. Dabei gehe es darum, auf die Bedürfnisse und Probleme der Provinz einzugehen. Als wichtige Themen wurden der Widerstand gegen eine feindselige US-Regierung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Bau von Wohnraum genannt.

Die Ankündigung Carneys deutet darauf hin, dass die Bundesregierung trotz des politischen Konflikts über die Zukunft Quebecs den Austausch mit der neuen Provinzregierung fortsetzen will. Zugleich bleibt offen, wie sich die Zusammenarbeit mit einer Regierung gestalten wird, die ein Referendum über die Unabhängigkeit anstrebt. Genauere Angaben zu möglichen Verhandlungen oder zu den politischen Mehrheitsverhältnissen liegen bislang nicht vor.

Das Wahlergebnis verbindet damit zwei Entwicklungen: Die separatistische Bewegung kann ihren politischen Erfolg nutzen, um die Unabhängigkeitsfrage erneut in den Mittelpunkt zu rücken. Gleichzeitig ist sie wegen der fehlenden Mehrheit auf Unterstützung oder Zusammenarbeit im Regionalparlament angewiesen. Welche Folgen dies für die Umsetzung des Referendumsversprechens haben wird, ist derzeit nicht bekannt.

Auch zum möglichen Ausgang einer späteren Abstimmung liegen keine Informationen vor. Fest steht lediglich, dass die Separatisten nach ihrem Wahlsieg an ihrem Ziel festhalten wollen und die kanadische Bundesregierung ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt hat. Das berichtete zuerst Euronews.

Kurz zusammengefasst

  • Separatisten kündigen nach ihrem Wahlsieg ein Referendum über Quebecs Unabhängigkeit von Kanada an
  • Für eine Mehrheit im Regionalparlament reichte das Wahlergebnis nicht aus
  • Premierminister Mark Carney will mit der separatistischen Regierung zusammenarbeiten und Quebec unterstützen
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