In London wächst der Protest gegen die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Die Aktivistengruppe „Pull The Plug“ bereitete nach Angaben von Campaignern eine direkte Aktion gegen ein Dinner der Technologiebranche vor, bei dem ein ranghoher Vertreter des Chipherstellers Nvidia auftreten sollte. Die Gruppe gehört zu einer zunehmenden Zahl von Initiativen, die vor den möglichen Gefahren der KI warnen.
Das Treffen der Aktivisten fand vergangene Woche in einer Bar unterhalb der Waterloo Bridge statt. Dort berieten vier Mitglieder über ihr weiteres Vorgehen. Ziel war es, die Veranstaltung der Tech-Branche zu stören. Ob die geplante Aktion tatsächlich stattfand und wie sie konkret aussehen sollte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
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06.10.2026Zu den Beteiligten gehörte eine 28-jährige Barkeeperin namens Emma. Für sie sei es die erste geplante direkte Aktion gewesen. Nach den vorliegenden Angaben war sie deshalb besonders nervös. Weitere persönliche Angaben zu den Mitgliedern oder zur Organisation der Gruppe liegen nicht vor.
„Pull The Plug“ ist Teil einer internationalen Protestbewegung, die sich auf die Risiken künstlicher Intelligenz konzentriert. Die beteiligten Gruppen wenden sich gegen die ihrer Einschätzung nach unzureichende Kontrolle der Technologie und gegen eine aus ihrer Sicht zu schnelle Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme. Dabei setzen sie offenbar zunehmend auf öffentlichkeitswirksame Aktionen, die sich unmittelbar gegen Unternehmen und Veranstaltungen der Branche richten.
Als Gründe für den Zulauf nennen Campaigner eine Reihe von Warnungen zur Sicherheit künstlicher Intelligenz sowie zunehmend drastische Szenarien über mögliche Folgen der Technologie. Nach Angaben aus dem Umfeld der Bewegung haben diese Debatten zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen geführt. Genaue Zahlen zur Größe der einzelnen Gruppen oder zur Gesamtzahl der Unterstützer liegen bislang nicht vor.
Der Chiphersteller Nvidia spielt eine zentrale Rolle in der aktuellen KI-Industrie, weil seine Prozessoren für viele Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz eingesetzt werden. In den vorliegenden Informationen wird jedoch nicht näher ausgeführt, welche konkrete Funktion der angekündigte Nvidia-Manager bei dem Dinner hatte. Auch eine Reaktion des Unternehmens auf die geplante Protestaktion ist nicht überliefert.
Die Londoner Initiative steht damit beispielhaft für eine Entwicklung, bei der Kritik an künstlicher Intelligenz nicht mehr nur in Fachdebatten oder öffentlichen Stellungnahmen geäußert wird. Einige Aktivisten suchen den direkten Konflikt mit den Unternehmen, die an der Entwicklung und Bereitstellung der Technologie beteiligt sind. Welche weiteren Aktionen geplant sind und ob daraus rechtliche Konsequenzen entstehen könnten, ist derzeit nicht bekannt.
Über die Zusammenkunft und die Pläne der Aktivisten berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Die Londoner Gruppe „Pull The Plug“ plante eine direkte Aktion gegen ein Tech-Dinner mit einem Nvidia-Vertreter
- Vier Aktivisten berieten sich in einer Bar; für die 28-jährige Barkeeperin Emma wäre es die erste direkte Aktion gewesen
- Die internationale Bewegung kritisiert fehlende KI-Kontrolle und die schnelle Entwicklung leistungsfähiger Systeme
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