Japan hat ein mutmaßliches Mitglied der Hackergruppe Qilin an Deutschland übergeben. Die Übergabe steht im Zusammenhang mit internationalen Ermittlungen gegen die Gruppe, der Angriffe mit sogenannter Ransomware auf Unternehmen weltweit zugeschrieben werden.
Nach vorliegenden Informationen soll Qilin durch die Verschlüsselung von Unternehmensdaten erhebliche Schäden verursacht haben. Bei Ransomware-Angriffen werden Daten meist unbrauchbar gemacht, um anschließend Forderungen an die betroffenen Organisationen zu stellen. Genauere Angaben zu den konkreten Vorwürfen gegen die übergebene Person, zum Zeitpunkt der Übergabe oder zum weiteren Verfahren liegen bislang nicht vor.
Auch der genaue Ort der Übergabe zwischen Japan und Deutschland wurde nicht genannt. Unklar bleibt zudem, welche Rolle die Person innerhalb der Gruppe gespielt haben soll und ob bereits Anklage erhoben wurde. Die Bezeichnung als Mitglied der Hackergruppe gibt den bisherigen Ermittlungsstand wieder.
Der Vorgang unterstreicht die internationale Dimension der Ermittlungen gegen Cyberkriminelle. Die mutmaßlichen Angriffe der Gruppe richteten sich nach den vorliegenden Angaben gegen Unternehmen in verschiedenen Ländern und verursachten durch die Verschlüsselung von Daten beträchtliche Schäden. Weitere Einzelheiten zu möglichen betroffenen Unternehmen oder zur Schadenshöhe sind nicht bekannt.
Das berichtete zuerst die japanische Zeitung The Japan Times.
Kurz zusammengefasst
- Japan hat ein mutmaßliches Mitglied der Hackergruppe Qilin an Deutschland übergeben
- Die Übergabe steht im Zusammenhang mit internationalen Ermittlungen zu Ransomware-Angriffen auf Unternehmen weltweit
- Qilin soll Unternehmensdaten verschlüsselt und dadurch erhebliche Schäden verursacht haben
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