Die Volkswirtschaften der Golfregion könnten 2027 deutlich wachsen. Die Weltbank prognostiziert ein Plus von 10,3 Prozent, sofern der Konflikt mit Iran in diesem Jahr nicht weiter eskaliert und sich die Ölproduktion sowie der Schiffsverkehr ab Anfang 2027 normalisieren.
Die Einschätzung steht im Zusammenhang mit den erheblichen Beeinträchtigungen in der Straße von Hormus. Der Seeweg ist für den regionalen Öltransport von zentraler Bedeutung. Die Folgen der aktuellen Störungen dürften nach Einschätzung der Weltbank nicht auf die Energieproduktion beschränkt bleiben. Auch Handel, Tourismus und die Binnenwirtschaft könnten durch die Entwicklung belastet werden.
Für 2027 erwartet die Organisation dagegen eine Belebung, falls die Lieferströme bei Öl und der Schiffsverkehr wieder das übliche Niveau erreichen. In diesem Fall könnten neben der Energiebranche auch andere Wirtschaftsbereiche zur Erholung beitragen. Die Weltbank knüpft ihre Prognose allerdings ausdrücklich an die Bedingung, dass der Konflikt in diesem Jahr nicht eskaliert.
Die vorliegenden Angaben enthalten keine detaillierte Aufschlüsselung nach einzelnen Golfstaaten. Auch genaue Prognosen für die Jahre vor 2027 oder konkrete Angaben zum Umfang der bisherigen wirtschaftlichen Schäden liegen bislang nicht vor. Unklar bleibt zudem, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus tatsächlich stabilisieren könnte.
Die Weltbank rechnet somit nicht mit einer uneingeschränkt gesicherten Entwicklung, sondern beschreibt ein Szenario für den Fall einer Entspannung und einer Rückkehr zu normaler Ölproduktion und normalem Schiffsverkehr. Das berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Die Weltbank erwartet für die Golfwirtschaften 2027 ein Wachstum von 10,3 Prozent
- Voraussetzung sind eine Deeskalation des Iran-Konflikts sowie eine Normalisierung von Ölproduktion und Schiffsverkehr
- Störungen in der Straße von Hormus belasten neben Energie auch Handel, Tourismus und Binnenwirtschaft
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