Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benötigt nach eigenen Angaben dringend 31 Millionen US-Dollar, um ihre Gesundheitsmaßnahmen im Jemen auszuweiten. Hintergrund ist eine erneute Verschärfung der Kämpfe, durch die medizinische Einrichtungen und Versorgungssysteme in den betroffenen Gebieten zunehmend überlastet sind.
Bei der jüngsten Eskalation der Feindseligkeiten wurden der WHO zufolge fast 1.000 Menschen getötet. Zudem seien knapp 198.000 Menschen vertrieben worden. Die Angaben beziehen sich auf die vom Konflikt betroffenen Regionen des Jemen. Genauere Informationen zur zeitlichen Einordnung der Opfer und zur Verteilung der Vertriebenen liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Der nun benötigte Finanzbedarf liegt deutlich über dem bisherigen Ziel der Organisation. Die WHO hatte zuvor um neun Millionen Dollar für ihre Maßnahmen gebeten. Nach ihren Angaben hat sich der Bedarf angesichts der wachsenden humanitären Notlage mehr als verdreifacht.
Die Folgen der Eskalation treffen ein Gesundheitssystem, das bereits unter erheblichem Druck steht. Die medizinischen Dienste seien durch die steigenden Anforderungen überfordert, teilte die Organisation mit. Welche konkreten Einrichtungen betroffen sind oder welche zusätzlichen Maßnahmen mit den beantragten Mitteln finanziert werden sollen, wurde in der Meldung nicht näher ausgeführt.
Zusätzlich bittet die WHO um 700.000 US-Dollar, um Menschen zu unterstützen, die aus dem Jemen in das benachbarte Dschibuti geflohen sind. Damit umfasst der Finanzierungsbedarf sowohl Hilfen innerhalb des Jemen als auch Unterstützung für Vertriebene außerhalb des Landes.
Die Forderung nach zusätzlichen Mitteln unterstreicht nach Einschätzung der Organisation die wachsenden Lücken bei der medizinischen Versorgung. Eine weitere Verschärfung der Kämpfe könnte den Druck auf die bereits angespannten Gesundheitsdienste weiter erhöhen. Ob und wann die benötigten Gelder bereitgestellt werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Das berichtete zuerst Arab News unter Berufung auf Angaben der Weltgesundheitsorganisation.
Kurz zusammengefasst
- Die WHO benötigt 31 Millionen US-Dollar, um Gesundheitsmaßnahmen im Jemen angesichts verschärfter Kämpfe auszuweiten
- Laut WHO wurden fast 1.000 Menschen getötet und knapp 198.000 aus betroffenen Regionen vertrieben
- Zusätzlich fordert die WHO 700.000 US-Dollar für Geflüchtete aus dem Jemen im benachbarten Dschibuti
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