Das Europäische Parlament will die Grenzwerte für verschiedene gesundheitsschädliche und krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz verschärfen. Nach den vorliegenden Angaben könnten dadurch mehr als 20.000 Erkrankungen verhindert werden. Krebs gilt in der Europäischen Union als häufigste Ursache für Todesfälle, die mit der beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen.
Mit den geplanten strengeren Vorgaben soll der Schutz von Beschäftigten vor Schadstoffen verbessert werden, die am Arbeitsplatz Krebs verursachen können. Betroffen sind verschiedene krebserregende Stoffe. Welche Substanzen im Einzelnen neu bewertet werden und wie die jeweiligen Grenzwerte künftig aussehen sollen, geht aus den vorliegenden Informationen jedoch nicht hervor.
Das Parlament begründet sein Vorgehen mit der weiterhin hohen Bedeutung arbeitsbedingter Krebserkrankungen. Die Zahl von mehr als 20.000 möglichen verhüteten Erkrankungen verdeutlicht nach den Angaben die erwartete Wirkung der geplanten Maßnahmen. Genauere Angaben dazu, auf welchen Berechnungen diese Einschätzung beruht oder über welchen Zeitraum sie gilt, liegen bislang nicht vor.
Grenzwerte legen fest, welcher Konzentration eines gesundheitsgefährdenden Stoffes Beschäftigte bei ihrer Arbeit höchstens ausgesetzt sein dürfen. Eine Verschärfung würde darauf abzielen, die zulässige Belastung durch die betreffenden Schadstoffe zu verringern. Konkrete Angaben zu den vorgesehenen Grenzwerten, zu einzelnen Branchen oder zu einem Zeitplan für die Umsetzung sind in der vorliegenden Meldung nicht enthalten.
Der Vorstoß betrifft damit einen Bereich des europäischen Arbeitsschutzes, bei dem gesundheitliche Folgen häufig erst nach längerer Zeit sichtbar werden. Die vorliegenden Informationen nennen keine weiteren Maßnahmen, mit denen die neuen Vorgaben begleitet werden sollen. Ebenso bleibt offen, wann die geplanten Verschärfungen in Kraft treten könnten.
Fest steht nach den Angaben, dass das Europäische Parlament angesichts der Zahl arbeitsbedingter Todesfälle durch Krebs Handlungsbedarf sieht. Die strengeren Grenzwerte sollen dazu beitragen, die Belastung von Beschäftigten zu senken und Erkrankungen zu vermeiden. Weitere Einzelheiten zum Verfahren und zu den betroffenen Stoffen liegen bislang nicht vor. Das berichtete zuerst Spiegel Online.
Kurz zusammengefasst
- Das Europäische Parlament will Grenzwerte für mehrere gesundheitsschädliche und krebserregende Arbeitsstoffe verschärfen
- Nach vorliegenden Angaben könnten dadurch mehr als 20.000 Erkrankungen verhindert werden
- Krebs ist in der EU die häufigste Ursache für Todesfälle im Zusammenhang mit beruflicher Tätigkeit
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