Wissenschaftliche Gutachter bevorzugen bei Entscheidungen über Forschungsförderung offenbar Forscher, die dieselbe Staatsangehörigkeit besitzen und im selben Land arbeiten wie sie selbst. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, über die die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
Untersucht wurde demnach, wie sich die gemeinsame Staatsangehörigkeit und das gemeinsame Arbeitsland auf die Vergabe von Fördermitteln auswirken. Die Studie stellt dabei einen Zusammenhang zwischen diesen Merkmalen und den Entscheidungen der Gutachter fest. Forscher, die den Gutachtern in dieser Hinsicht näherstehen, erhalten dem Ergebnis zufolge bevorzugt Unterstützung.
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06.10.2026Damit beschreibt die Untersuchung einen möglichen Einfluss persönlicher oder institutioneller Nähe auf wissenschaftliche Förderentscheidungen. Bei der Vergabe von Mitteln sollen Gutachter die Qualität und Bedeutung von Forschungsvorhaben bewerten. Die vorliegenden Angaben machen jedoch keine genaueren Aussagen dazu, nach welchen Kriterien die Studie die Entscheidungen ausgewertet hat oder aus welchen Förderprogrammen die zugrunde liegenden Daten stammen.
Auch zur Zahl der untersuchten Gutachter und Forscher sowie zum Umfang des festgestellten Effekts liegen in der vorliegenden Meldung keine näheren Angaben vor. Unklar bleibt daher, wie stark die gemeinsame Staatsangehörigkeit oder das gleiche Arbeitsland die jeweiligen Bewertungen beeinflusst. Die Studie liefert nach den verfügbaren Informationen zunächst den Befund einer bevorzugten Behandlung, nennt aber keine weiteren Details zu den Ursachen.
Die Ergebnisse berühren die Frage, wie fair und unabhängig Verfahren zur Forschungsförderung ausgestaltet sind. Eine Bevorzugung aufgrund gemeinsamer nationaler oder beruflicher Zugehörigkeit könnte die Chancen von Wissenschaftlern beeinflussen, die diese Merkmale nicht mit den Gutachtern teilen. Ob und welche Konsequenzen aus dem Studienergebnis für die Praxis der Fördermittelvergabe gezogen werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Angaben zu den Ergebnissen stammen aus einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Kurz zusammengefasst
- Gutachter bevorzugen offenbar Forscher mit gleicher Staatsangehörigkeit
- Auch ein gemeinsames Arbeitsland steht laut Studie mit mehr Förderunterstützung in Zusammenhang
- Unklar bleiben Umfang, Ursachen und Datengrundlage des festgestellten Effekts
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