Österreich muss nach Einschätzung seines neuen Generalstabschefs Harald Vodosek zusätzlich rund 2,8 Milliarden Euro für die Luftverteidigung aufbringen. Die erforderlichen Mittel seien bislang nicht im Budget vorgesehen. In den kommenden Wochen soll die Koalition über eine Sonderfinanzierung beraten.
Nach Angaben Vodoseks entfallen mindestens 800 Millionen Euro auf die Abwehr von Drohnen. Weitere rund zwei Milliarden Euro würden für eine bodengebundene Luftabwehr benötigt. Die genannten Summen kommen zu den Kosten hinzu, die im Zusammenhang mit der Nachfolge der Eurofighter anfallen könnten.
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07.10.2026Damit steht bei den geplanten Beratungen nicht nur die Frage im Mittelpunkt, welches Kampfflugzeug künftig die österreichische Luftraumüberwachung sicherstellen soll. Auch für andere Bereiche der Luftverteidigung müssten nach der Einschätzung des Generalstabschefs erhebliche zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt werden. Genauere Angaben zur geplanten technischen Ausstattung oder zum zeitlichen Ablauf der Beschaffung liegen bislang nicht vor.
Die Sonderfinanzierung ist notwendig, weil die von Vodosek genannten Ausgaben im bisherigen Budget nicht eingeplant sind. Wie die Mittel aufgebracht und welche Projekte zuerst umgesetzt werden sollen, ist den vorliegenden Informationen zufolge noch offen. Die Verhandlungen innerhalb der Koalition stehen demnach erst bevor.
Die Angaben machte Vodosek gegenüber der „Presse“. Das berichteten die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf diese Aussagen.
Kurz zusammengefasst
- Generalstabschef Harald Vodosek schätzt, dass Österreich zusätzlich 2,8 Milliarden Euro für die Luftverteidigung benötigt
- Mindestens 800 Millionen Euro würden auf die Drohnenabwehr und rund zwei Milliarden auf bodengebundene Luftabwehr entfallen
- Die Koalition soll in den kommenden Wochen über eine Sonderfinanzierung beraten; Prioritäten und Finanzierung sind noch offen
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