In Ostjerusalem sollen nach Angaben von n-tv Häuser palästinensischer Bewohner abgerissen worden sein. Rund 70 Menschen seien dadurch obdachlos geworden. Der Bericht spricht zudem davon, dass bewaffnete Kräfte Wohnungen gestürmt hätten und Bewohner zwangsweise umgesiedelt worden seien. Ein israelischer Polizeiminister habe sich an einem der Abrisse beteiligt und dabei in einem Bulldozer gesessen.
Die Maßnahmen stehen laut dem Bericht im Zusammenhang mit der umstrittenen Entwicklung Ostjerusalems. Das Gebiet soll nach palästinensischer Vorstellung Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates werden. Gleichzeitig würden dort regelmäßig Häuser von Palästinensern abgerissen und die Bewohner aus ihren Wohnorten verdrängt, heißt es in der Meldung.
Der Polizeiminister wird in dem Bericht dem rechtsextremen Lager zugerechnet. Genauere Angaben zu seiner Identität, dem konkreten Ort der Abrisse oder den rechtlichen Begründungen für die Maßnahmen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Unklar bleibt auch, wohin die betroffenen Familien gebracht wurden und ob es alternative Unterkünfte für sie gibt.
Die Zerstörung palästinensischer Wohnhäuser und die damit verbundene Verdrängung gelten als Teil des anhaltenden Konflikts um Ostjerusalem. Der Bericht stellt die Abrisse als Maßnahmen dar, mit denen Israel nach Darstellung der Quelle Fakten in dem umstrittenen Gebiet schafft. Eine Stellungnahme israelischer Behörden oder weitere Angaben zu den betroffenen Familien sind in den vorliegenden Informationen nicht enthalten.
Über die Vorgänge berichtete zuerst n-tv.
Kurz zusammengefasst
- In Ostjerusalem sollen laut n-tv Häuser palästinensischer Bewohner abgerissen worden sein
- Rund 70 Menschen seien dadurch obdachlos geworden und Bewohner zwangsweise umgesiedelt worden
- Ein israelischer Polizeiminister habe sich an einem Abriss beteiligt und dabei in einem Bulldozer gesessen
Kommentare (0)