In Frankreich ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden, nachdem er bei Protesten an weiterführenden Schulen eine Tränengasgranate aus kurzer Entfernung auf einen 14 Jahre alten Schüler abgefeuert haben soll. Der Vorfall ereignete sich im Zusammenhang mit Schülerprotesten, die das Land erschüttert haben.
Die Anklage wurde am Dienstag bekannt. Weitere Einzelheiten zu den rechtlichen Vorwürfen, zum genauen Ablauf des Einsatzes oder zum Zustand des betroffenen Jugendlichen liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor. Der Polizist wird damit nicht wegen einer rechtskräftig festgestellten Tat verurteilt; die Vorwürfe müssen im weiteren Verfahren geprüft werden.
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07.10.2026Der Fall hat auch eine Debatte über den Einsatz sogenannter weniger tödlicher Waffen durch französische Sicherheitskräfte ausgelöst. Fanny Gallois, Leiterin des Amnesty-International-Programms für Freiheitsrechte, bewertete gegenüber France 24 insbesondere die Zahl schwerer Verletzungen im Zusammenhang mit solchen Waffen als besorgniserregend. Ihre Organisation fordere seit Jahren ein Verbot dieser Mittel, teilte sie dem Sender zufolge mit.
Gallois verwies außerdem darauf, dass sowohl die eingesetzten Waffen als auch die dadurch verursachten Verletzungen Anlass zur Sorge gäben. Konkrete Angaben zu weiteren Verletzten, zu möglichen dienstrechtlichen Konsequenzen oder zum Stand des Verfahrens gegen den Polizisten enthält die Meldung nicht.
Über den Fall berichtete zuerst France 24 English.
Kurz zusammengefasst
- Ein französischer Polizist wurde wegen des mutmaßlichen Einsatzes einer Tränengasgranate gegen einen Schüler angeklagt
- Der betroffene Jugendliche war 14 Jahre alt; der Vorfall ereignete sich bei Schülerprotesten an weiterführenden Schulen
- Amnesty International kritisiert schwere Verletzungen durch weniger tödliche Waffen und fordert deren Verbot
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