Nach dem Tod einer Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die USA zusätzliche Informationen zu dem Fall verlangt. Im Raum steht der Verdacht auf eine Lungenpest. Die Ursache der Erkrankung ist bislang jedoch nicht geklärt.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus teilte nach Angaben der Salzburger Nachrichten auf der Plattform X mit, die Organisation habe um weitere Auskünfte gebeten. Dabei gehe es um die Ursache der schweren Lungenentzündung und um den dafür verantwortlichen Erreger.
Zusätzlich sollen Medienberichte geprüft werden, wonach ein weiterer Mitarbeiter des Forschungszentrums an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache erkrankt sein könnte. Ob dieser Fall tatsächlich besteht und ob ein Zusammenhang mit dem Tod der Mitarbeiterin vorliegt, ist nach den vorliegenden Informationen offen. Genauere Angaben zum Gesundheitszustand des zweiten Mitarbeiters liegen bislang nicht vor.
Der Verdacht auf eine Lungenpest ergibt sich damit aus den bisherigen Berichten, ist aber nicht bestätigt. Die von der WHO angeforderten Informationen sollen offenbar dazu beitragen, die medizinischen Hintergründe des Todesfalls und die mögliche Beteiligung eines Erregers zu klären. Weitere Details zu Untersuchungen, Schutzmaßnahmen oder einer möglichen Ausbreitung wurden zunächst nicht bekannt.
Das berichteten zuerst die Salzburger Nachrichten.
Kurz zusammengefasst
- Nach dem Tod einer Mitarbeiterin in Sibirien steht der Verdacht auf Lungenpest im Raum, ist aber nicht bestätigt
- Die WHO und die USA verlangen zusätzliche Informationen zur Ursache der schweren Lungenentzündung
- Medienberichte über einen weiteren erkrankten Mitarbeiter werden geprüft; ein Zusammenhang ist offen
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