Zwischen den Anwälten des Unternehmers Siegfried Wolf und dem früheren Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek soll es eine als besonders positiv bewertete Zusammenarbeit gegeben haben. Nach einem Bericht des STANDARD bedankten sich Wolfs Anwälte bei Pilnacek dafür. Zugleich soll der einstige Spitzenbeamte persönliche Daten von Staatsanwälten der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) weitergegeben haben.
Der Bericht stellt damit Kontakte zwischen dem Umfeld des Unternehmers und einem früheren hochrangigen Vertreter der Justiz in den Mittelpunkt. Genauere Angaben dazu, wann die Kommunikation stattfand, in welcher Form sie erfolgte und worauf sich die Dankesbekundung im Einzelnen bezog, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Pilnacek soll sich dem Bericht zufolge außerdem kritisch über die WKStA geäußert haben. Der Behörde habe er demnach eine starre und kaum veränderungsbereite Arbeitsweise zugeschrieben. Die Aussagen werden in dem Bericht im Zusammenhang mit der Weitergabe persönlicher Daten von WKStA-Staatsanwälten genannt.
Welche konkreten Daten betroffen gewesen sein sollen und an wen sie weitergegeben wurden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch ist daraus nicht ersichtlich, ob die beschriebenen Vorgänge Gegenstand eines laufenden Ermittlungs- oder Strafverfahrens sind. Die Informationen erlauben daher keine weitergehende Bewertung der rechtlichen Folgen.
Der Fall berührt die Zusammenarbeit zwischen Justizvertretern und dem Umfeld eines einflussreichen Unternehmers sowie den Umgang mit persönlichen Informationen von Staatsanwälten. Das berichtete zuerst DER STANDARD.
Kurz zusammengefasst
- Zwischen Wolfs Anwälten und Christian Pilnacek soll es eine besonders positiv bewertete Zusammenarbeit gegeben haben
- Wolfs Anwälte sollen Pilnacek laut STANDARD dafür gedankt haben
- Pilnacek soll persönliche Daten von WKStA-Staatsanwälten weitergegeben und die Behörde kritisiert haben
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