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Zahl der Lehrlinge sinkt weiter

In Österreich ist die Zahl der Lehrlinge heuer erneut zurückgegangen.

Zahl der Lehrlinge sinkt weiter
SymbolbildFoto: sferrario1968 · Pixabay
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Die Zahl der Lehrlinge in Österreich ist heuer weiter gesunken. Betroffen sind alle Sparten, besonders stark ging die Zahl in der Industrie zurück.

Der Anstieg bei der ÜBA belastet nach Angaben der WKÖ die öffentliche Hand stärker. Ein Lehrling, der im Auftrag des AMS überbetrieblich ausgebildet werde, koste jährlich über 23.000 Euro. Das sei mehr als drei Mal so viel wie die Ausbildung eines Lehrlings in einem Betrieb.

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Bei den Lehranfängern fiel die Entwicklung ähnlich aus. In den Betrieben sank ihre Zahl um 4,8 Prozent auf 28.100.

Als einen Grund für den Anstieg der ÜBA nennt die WKÖ das unterschiedliche Verhältnis von Lehrstellensuchenden und offenen Stellen.

Nach den WKÖ-Statistiken interessieren sich zudem mehr junge Frauen für technische Lehrberufe. Metalltechnik sei etwa in die Top zehn der Lehrberufe von Mädchen aufgestiegen.

Die Zahl der Lehrlinge in Österreich sinkt seit dem Höchststand im Jahr 1980.

Laut WKÖ hängt der Rückgang mit den geburtenschwachen Jahrgängen 2006 bis 2009, der schwachen Konjunktur und dem steigenden Kostendruck zusammen. Auch schulische Defizite stünden einer Berufsausbildung im Weg.

Die Ausbildung verlagert sich nach Angaben der Wirtschaftskammer zunehmend von kleinen zu größeren Betrieben. Es bildeten weniger Betriebe aus, diese hätten dafür mehr Lehrlinge. 48,1 Prozent der Ausbildungsbetriebe in Österreich hätten genau einen Lehrling. Wenn solche Betriebe wegfielen, gingen vor allem in ländlichen Regionen berufliche Zukunftsperspektiven, Vielfalt und Kompetenzen verloren, warnt die WKÖ.

Die Lehrlingseinkommen wurden in den vergangenen Jahren bei den Kollektivvertragsverhandlungen überdurchschnittlich stark angehoben. Lehrlinge seien keine billigen Arbeitskräfte, erklärt die WKÖ.

Kurz zusammengefasst

  • Die Zahl der Lehrlinge in Österreich ist weiter gesunken, besonders stark in der Industrie
  • In Betrieben sank die Zahl der Lehranfänger um 4,8 Prozent auf 28.100
  • Die Ausbildung verlagert sich von kleinen zu größeren Betrieben, während weniger Betriebe ausbilden
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