Benötigt würden die Fachkräfte für den Betrieb und die Instandhaltung neuer Drohnen, Flugabwehrsysteme und Mittel zur Cyberabwehr. Heute arbeiten für die Armee und Armasuisse rund 10'500 Personen.
Verteidigungsminister Martin Pfister will möglichst viele der zusätzlichen Stellen intern kompensieren. Dafür sollen die Führungsstrukturen der Armee verschlankt sowie Kommunikations-, Personal- und Finanzabteilungen stärker zentralisiert werden. Das dadurch eingesparte Geld soll den Stellenausbau finanzieren.
Im Sitzungsprotokoll von Mitte August heißt es, politisch werde erwartet, dass intern umpriorisiert werde, um die zusätzlichen Stellen zu kompensieren. Armee und Armasuisse äußerten laut dem Protokoll jedoch Zweifel, dass die benötigten Stellen vollständig an anderer Stelle eingespart werden könnten.
Die 174'017 militärisch eingeteilten Milizangehörigen sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
Armee und Armasuisse verwiesen darauf, dass sich das Budget für Beschaffungen und Immobilien verdoppeln werde. Das habe Folgen für den Personalbedarf, weil das zusätzliche Material auch bewirtschaftet werden müsse. Sie seien daher skeptisch, dass sämtliches zusätzlich benötigtes Personal intern kompensiert werden könne.
Das VBS teilte auf Anfrage mit, die Diskussionen seien noch nicht abgeschlossen. Wie viele Stellen intern eingespart werden könnten, sei noch nicht klar. Im Protokoll werde zugleich festgehalten, dass die VBS-Führung erwarte, laufend zu prüfen, wo und wie effizienter gearbeitet werden könne.
Je mehr zusätzliches Personal eingestellt werden müsse, desto weniger Geld stünde für die Rüstungskäufe zur Verfügung.
Kurz zusammengefasst
- Das VBS rechnet für Betrieb und Wartung neuer Drohnen, Flugabwehr- und Cyberabwehrsysteme mit bis zu 700 zusätzlichen Stellen
- Martin Pfister will Stellen intern kompensieren; Armee und Armasuisse bezweifeln, dass dies vollständig gelingt
- Mehr Personal würde weniger Geld für Rüstungskäufe lassen, während sich das Beschaffungs- und Immobilienbudget verdoppelt
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