Am Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel haben sich in Hamburg rund 400 Menschen zu einer propalästinensischen Demonstration versammelt. Die Polizei habe die Teilnehmerzahl angegeben, berichtete die WELT. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Drei Jahre Genozid“.
Viele Demonstranten trugen Palästinensertücher, schwenkten Palästinaflaggen sowie Fahnen kommunistischer Gruppen und skandierten unter anderem „Free, free Palestine!“ und „Deutschland finanziert, Israel bombardiert“. Redner erklärten, darauf seien mehr als 70.000 Opfer israelischer Angriffe aufgelistet.
Die Polizei habe beide Gruppen voneinander getrennt.
Zu den Aufrufern gehörte demnach auch Thawra Hamburg, die das Landesamt für Verfassungsschutz als extremistischen Verdachtsfall beobachte.
Die Hamburger Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez kritisierte den Aufruf. Damit relativiere er den Hamas-Angriff und richte sich bewusst gegen das Gedenken an den 7. Oktober.
Die Grünen-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft schloss sich der Kritik von Villiez an. Fraktionschef Michael Gwosdz erklärte, es sei „schwer erträglich“, dass eine Gruppe, die den Hamas-Terror relativieren und vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall beobachtet werde, ausgerechnet am Gedenktag demonstriere.
Kurz zusammengefasst
- Rund 400 Menschen demonstrierten in Hamburg pro-palästinensisch am Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel
- Zum Aufruf gehörte Thawra Hamburg, das der Verfassungsschutz als extremistischen Verdachtsfall beobachtet
- Anna von Villiez kritisierte den Aufruf, weil er den Hamas-Angriff und das Gedenken an den 7. Oktober relativiere
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