Die Polizei hat in Zentralchile mehrere Bewohner per Hubschrauber aus überfluteten Häusern gerettet. Heftige Regenfälle ließen den Mapocho über die Ufer treten und große Teile der Stadt Talagante überschwemmen, berichtete BBC World.
Talagante liegt 35 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago. Menschen und Haustiere am Ufer des Flusses seien über Nacht von den schnell steigenden Wassermassen überrascht worden. Unbefestigte Straßen hätten sich in der Ufergemeinde in Flüsse verwandelt.
In der Stadt San Bernardo südlich von Santiago sei eine Person in einer überfluteten Unterführung tot aufgefunden worden, teilten Behörden mit. Die Todesursache sei noch nicht bestätigt.
In Santiago fielen in den ersten sieben Tagen des Monats 74 Millimeter Regen. Meteorologen zufolge war dies für die Region der niederschlagsreichste Oktober seit 76 Jahren. Sie warnten, das in diesem Jahr ungewöhnlich starke El-Niño-Klimaphänomen werde im Frühling der Südhalbkugel wahrscheinlich weiterhin ungewöhnlich nasses Wetter, starke Winde und Stürme in die Region bringen.
Klimaexperten zufolge könnte das El-Niño-Ereignis 2026–2027 weltweit zu großen Veränderungen der Wettermuster führen. In einigen Regionen könnten Dürren verstärkt werden, in anderen Überschwemmungen. Für Zentralchile werde überdurchschnittlich viel Regen erwartet.
Kurz zusammengefasst
- Die Polizei rettete mehrere Bewohner und Haustiere per Hubschrauber aus überfluteten Häusern in Talagante
- In San Bernardo wurde eine Person tot in einer überfluteten Unterführung gefunden, die Todesursache ist unbestätigt
- In Santiago fielen binnen sieben Tagen 74 Millimeter Regen, so viel wie seit 76 Jahren nicht mehr im Oktober
Kommentare (0)