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Jedes dritte Kindergartenkind hat eine andere Erstsprache

32,1 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder in elementaren Bildungseinrichtungen sprechen als Erstsprache nicht Deutsch. In Wien liegt der Anteil bei 60 Prozent.

Jedes dritte Kindergartenkind hat eine andere Erstsprache
SymbolbildFoto: TyliJura · Pixabay
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32,1 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder in österreichischen elementaren Bildungseinrichtungen haben nicht Deutsch als Erstsprache.

Die Anteile unterscheiden sich deutlich nach Bundesland. Auf Wien folgt Vorarlberg mit 28,9 Prozent, danach kommen Oberösterreich mit 26,8 Prozent, Salzburg mit 22,6 Prozent, Niederösterreich mit 20,6 Prozent und das Burgenland mit 20,3 Prozent. In Tirol liegt der Anteil bei 19,4 Prozent, in Kärnten bei 17,9 Prozent.

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Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) appellierte bei der Präsentation des Berichts vor allem an Mütter, Deutsch zu lernen. Eltern müssten selbst Deutsch lernen, sagte sie laut Bericht.

Laut Statistik Austria wurden fast 95 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder in einer elementaren Bildungseinrichtung betreut. Bei Kindern bis zwei Jahren lag der Anteil bei rund 36 Prozent. In Einrichtungen, deren Öffnungszeiten mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar sind, wurden 59,6 Prozent der bis fünfjährigen Kinder betreut.

Die Besuchsquoten steigen mit dem Alter deutlich an. Im Betreuungsjahr 2025/2026 besuchten 3,6 Prozent der unter Einjährigen eine elementare Bildungseinrichtung, bei den Einjährigen waren es 35 Prozent. Ab zwei Jahren lag der Anteil bei mehr als der Hälfte. Bei den fünfjährigen Kindern besuchten 98,1 Prozent eine solche Einrichtung.

Zugleich räumte sie ein, dass der Ausbau der Kinderbetreuung weiter notwendig sei. Regional gebe es noch zu wenige Plätze, außerdem reichten die Betreuungszeiten häufig nicht aus.

Väter mit Kindern in dieser Altersgruppe arbeiten demnach weiterhin mehrheitlich in Vollzeit. Bauer erklärte, es sei nicht Aufgabe des Staates, dazu Vorgaben zu machen.

Die FPÖ kritisierte die Zahlen zum Spracherwerb und machte dafür die Migrationspolitik verantwortlich. Familiensprecherin Ricarda Berger bezeichnete Bauers Appell an die Mütter als Heuchelei und warf ihr Realitätsverweigerung vor.

Arbeiterkammer und ÖGB bewerteten den Ausbau der elementaren Bildung grundsätzlich positiv. Zugleich verwiesen sie auf große regionale Unterschiede und forderten mehr Personal sowie einen besseren Betreuungsschlüssel.

Kurz zusammengefasst

  • 32,1 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder in Österreichs Betreuungseinrichtungen haben nicht Deutsch als Erstsprache
  • Fast 95 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder wurden in einer elementaren Bildungseinrichtung betreut
  • Arbeiterkammer und ÖGB fordern wegen regionaler Unterschiede mehr Personal und bessere Betreuungsschlüssel
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