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WTO hebt Prognose für den Warenhandel 2026 auf 3,9 Prozent an

Investitionen in Halbleiter, Rechenzentren und digitale Infrastruktur treiben den Welthandel stärker als erwartet. Für 2027 rechnet die WTO mit einem Wachstum von 4,1 Prozent.

WTO hebt Prognose für den Warenhandel 2026 auf 3,9 Prozent an
SymbolbildFoto: kscallan · Pixabay
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Der weltweite Warenhandel entwickelt sich 2026 deutlich besser als erwartet. Die Welthandelsorganisation (WTO) hob ihre Wachstumsprognose von 1,9 auf 3,9 Prozent an. Ausschlaggebend sei vor allem der starke Anstieg der Investitionen in künstliche Intelligenz, teilte die WTO laut Tages-Anzeiger in Genf mit.

Die Belastungen durch den Nahostkonflikt und die zeitweise Sperrung der Straße von Hormus seien zwar erheblich, würden durch den Boom bei künstlicher Intelligenz jedoch mehr als ausgeglichen.

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Für 2027 erwartet die WTO ein Wachstum des Warenhandels von 4,1 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der Welthandel um 4,6 Prozent zugelegt. WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sagte, die Zahlen belegten die Widerstandsfähigkeit des Handels in der Praxis. Die höhere Prognose zeige, dass sich die globalen Lieferketten an Störungen auf den Energie- und Düngemittelmärkten angepasst hätten.

Die Rohölexporte aus dem Nahen Osten gingen laut WTO im ersten Halbjahr 2026 um rund 24 Prozent zurück, die Exporte von Flüssigerdgas um 47 Prozent.

Die weltweiten Importe stickstoffhaltiger Düngemittel lagen laut WTO 2,8 Prozent unter den jüngsten Durchschnittswerten. Handelsströme seien über alternative Häfen und Korridore umgeleitet worden. Der weltweite Containerumschlag stieg bis Juli um 3,9 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn.

Besonders betroffen seien Transport, Reisen und Tourismus. Für 2027 erwartet die WTO eine Erholung auf 6,4 Prozent.

Bei den Warenexporten dürfte Asien 2026 mit 9,9 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnen. Es folgen Nordamerika mit 5,7 Prozent, Afrika mit 5,6 Prozent und Südamerika mit 3,4 Prozent. Die Exportentwicklung in Europa dürfte schwach bleiben.

Als Risiken für 2027 nennt die WTO neben dem Nahostkonflikt eine mögliche Abschwächung der KI-Investitionen und anhaltend hohe Energiepreise.

Kurz zusammengefasst

  • Die WTO hebt ihre Prognose für das Wachstum des weltweiten Warenhandels 2026 von 1,9 auf 3,9 Prozent an
  • Starke KI-Investitionen gleichen laut WTO die Folgen des Nahostkonflikts und der Sperrung der Straße von Hormus mehr als aus
  • Für 2027 erwartet die WTO 4,1 Prozent Wachstum; Risiken sind schwächere KI-Investitionen und hohe Energiepreise
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