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Ardo will Tiefkühlgemüsewerk in Groß-Enzersdorf 2027 schließen

Die geplante Schließung des Ardo-Werks bedroht die Abnahme für rund 270 Bauern und betrifft rund 240 Beschäftigte. Handelsketten prüfen bereits Lösungen für österreichisches Tiefkühlgemüse.

Ardo will Tiefkühlgemüsewerk in Groß-Enzersdorf 2027 schließen
KI-Illustration / Symbolbild – keine Ereignisaufnahme
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichten- und Informationsquellen aufbereitet und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt bzw. sprachlich bearbeitet. Mehr zur KI-Verarbeitung

Der belgische Konzern Ardo will sein Tiefkühlgemüsewerk in Groß-Enzersdorf 2027 schließen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, reagierten Politik, Landwirtschaft und Handelsketten auf die Ankündigung.

Ardo begründe die Schließung mit notwendigen Investitionen von 100 Millionen Euro. Die Modernisierung sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, teilte das Unternehmen demnach mit. Die Maschinen sollen an andere Werke im Ausland verlegt werden.

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Für viele Marchfelder Bauern ist Ardo der Hauptkunde. Sie hätten in den vergangenen Jahren unter anderem in Bewässerungsanlagen investiert und ihre Fruchtfolgen auf die Verarbeitung im Werk abgestimmt. Für die Beschäftigten soll ein Sozialplan erarbeitet werden.

Die Produkte des Werks finden sich derzeit etwa unter der Marke Iglo sowie unter den Eigenmarken von Billa, Hofer, Lidl und Spar. Auf den Verpackungen steht neben dem AMA-Gütesiegel häufig der Hinweis „Gemüse aus dem Marchfeld“. Vertreter der niederösterreichischen Landespolitik und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) setzen sich für den Erhalt des Standorts ein.

Bisherige Unterstützungsangebote habe das Ardo-Management abgelehnt. Auch Anfragen interessierter Investoren wolle der Konzern nicht weiterverfolgen. Nach einem Schreiben an die belgische Eigentümerfamilie hofft die Politik auf direkte Gespräche.

Die Kärntner Landwirtschaftskammer bezeichnete die Entscheidung als fatal und als schweren Dämpfer für die heimischen Bauern. Fritz Rauer, Obmann der steirischen Gemüsebauern, sprach von einer mittleren Katastrophe für die Landwirtschaft. In den vergangenen zehn bis 15 Jahren sei rund um das Werk eine professionelle Struktur mit Beratung für die Produzenten aufgebaut worden, damit sie das Gemüse frostfit ernten könnten.

Spar will nach eigenen Angaben weiterhin Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld anbieten. Ab Sommer 2027 soll die Zusammenarbeit mit Schneider‘s Gemüseland in Groß-Enzersdorf ausgebaut werden. Das Familienunternehmen stellt bereits 20 Tiefkühlprodukte für Spar her; die Produktpalette soll erweitert werden.

Lidl Österreich prüft mögliche Alternativen und will weiterhin Qualität aus Österreich in diesem Segment anbieten. Die REWE-Gruppe mit Billa, Billa plus und Penny erklärt, die Versorgung mit österreichischem Tiefkühlgemüse sei aktuell gesichert. Sie prüfe zusätzliche Kooperationen mit Lieferanten aus Österreich. Hofer zeigt sich zuversichtlich, auch künftig heimisches Tiefkühlgemüse anbieten zu können.

Kurz zusammengefasst

  • Ardo will das Tiefkühlgemüsewerk in Groß-Enzersdorf 2027 schließen, weil Investitionen von 100 Millionen Euro nötig wären
  • Für viele Marchfelder Bauern ist Ardo der Hauptkunde; für die Beschäftigten soll ein Sozialplan erarbeitet werden
  • Spar baut ab Sommer 2027 die Zusammenarbeit mit Schneider‘s Gemüseland aus, andere Händler prüfen Alternativen oder sehen die Versorgung gesichert
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