Rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist vom Aussterben bedroht. Das berichtet 20 Minuten Schweiz unter Berufung auf SRF und den WWF. WWF-Schweiz-Chef Thomas Vellacott widerspricht damit dem Bild der Schweiz als Naturparadies und sagt, in der Öffentlichkeit herrsche oft der Eindruck, das Land sei eine Musterschülerin. Im Vergleich zu anderen Ländern bestehe jedoch Aufholbedarf.
Besonders stark gingen die Bestände in Flüssen und Seen zurück.
Bei den untersuchten Süsswasserpopulationen betrug der Rückgang 85 Prozent. An Land gingen die Bestände um 69 Prozent zurück, im Meer um 59 Prozent.
Ein Beispiel für eine positive Entwicklung gibt es in der Hasliaare im Kanton Bern. Dort erhole sich die Seeforelle nach der Renaturierung des Gewässers und dank ausreichendem Restwasser. Sie könne dort wieder laichen. Vellacott sagt, dies zeige, dass sich die Energiewende biodiversitätsfreundlich gestalten lasse.
Wie sich Entwicklungen umkehren lassen, zeige laut WWF die Erholung der wilden Tiger. 2010 habe es weltweit rund 3200 Tiere gegeben, 2025 seien es rund 5700 gewesen. Das entspreche einem Anstieg um mehr als 70 Prozent.
Vellacott sagt, die Beispiele zeigten, dass Veränderungen möglich seien und die Situation nicht hoffnungslos sei.
Kurz zusammengefasst
- Rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist vom Aussterben bedroht
- Die Bestände sanken in Süssgewässern um 85 Prozent, an Land um 69 und im Meer um 59 Prozent
- In der Hasliaare erholt sich die Seeforelle nach Renaturierung und dank ausreichendem Restwasser
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