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Tech-Konzerne suchen Milliarden für den KI-Ausbau

Broadcom, Oracle und SpaceX planen neue Finanzierungen für Chips und Rechenzentren. Experten warnen vor steigenden Zinskosten und möglichen Belastungen für die Cashflows der Unternehmen.

Tech-Konzerne suchen Milliarden für den KI-Ausbau
SymbolbildFoto: geralt · Pixabay
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Der weltweite Ausbau von Rechenzentren treibt Technologiekonzerne auf alternative Finanzierungswege. n-tv berichtet dabei unter Berufung auf das „Wall Street Journal“ und die „Financial Times“ über mehrere geplante Geschäfte.

Als mögliche Geldgeber würden Apollo und Blackstone gehandelt.

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Auch Oracle führe Gespräche mit Apollo und Goldman Sachs, um Mittel für einen umfangreichen Chip-Einkauf zu beschaffen. Der Cloud-Dienstleister wolle den Deal ebenfalls noch in diesem Jahr abschließen. Wie viele Chips Oracle finanzieren wolle, sei laut dem Bericht unklar. Der Kauf von Nvidia-Chips für ein Rechenzentrum mit einer Leistung von 1 Gigawatt würde mehrere zehn Milliarden Dollar kosten.

SpaceX plane nach Angaben der „Financial Times“, 40 Milliarden Dollar über Kredite und Anleihen aufzunehmen. Das Geld solle den Kauf von Nvidia-Chips für die KI-Pläne des Unternehmens finanzieren.

Eckhard Schulte, Chef des Vermögensverwalters MainSky, warnte vor einer langfristigen Schuldenlast. Wenn sich die Fertigstellung von Rechenzentren verzögere, müssten die Tech-Unternehmen feste Zins- und Ratenzahlungen bereits ab dem ersten Tag selbst bedienen, bevor die Technologie produktive Umsätze erziele.

Für den starken Ausbau ihrer KI-Infrastruktur hätten sie jedoch Hunderte Milliarden Dollar an Anleihen aufgenommen und damit den öffentlichen Schuldenmarkt an seine Grenzen gebracht. Die Hinwendung zu Investmentfirmen der Wall Street zeige nach Einschätzung von Experten, dass sowohl die Cashflows der Konzerne als auch der klassische Anleihemarkt durch die Kosten des Rechenzentrumsausbaus stark belastet seien.

OpenAI und Anthropic verfügten nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um eigene Hardware zu erwerben. Nun wollten sie mehr Infrastruktur selbst besitzen, um Kosten zu senken und ihre Abhängigkeit von anderen Unternehmen zu verringern.

Schulte zufolge könnte der zusätzliche Kapitalbedarf der Tech-Branche das Zinsniveau am Anleihemarkt erhöhen, wenn er direkt mit der Schuldenaufnahme von Staaten konkurriere. Für hochverschuldete Konzerne wie Oracle und kapitalintensive Unternehmen wie SpaceX bedeute dies Kreditkosten von über 7,5 Prozent.

Kurz zusammengefasst

  • Apollo und Blackstone gelten als mögliche Geldgeber für den Ausbau von Rechenzentren
  • SpaceX will laut Financial Times 40 Milliarden Dollar für Nvidia-Chips über Kredite und Anleihen aufnehmen
  • Verzögerungen könnten die Tech-Konzerne mit hohen Zins- und Ratenzahlungen belasten; die Kreditkosten liegen teils über 7,5 Prozent
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